Wechsel kann teuer werden Stromanbieter Grüüün stellt Belieferung Ende Oktober ein
Der Stromanbieter Grüüün beendet zum 31. Oktober 2026 seine Lieferungen. Kunden erhalten weiterhin Strom, müssen aber mit möglicherweise höheren Preisen rechnen.

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Für Kunden des Stromanbieters Grüüün steht ein Wechsel bevor: Das Unternehmen beendet seine Stromlieferungen zum 31. Oktober 2026. Ab dem 1. November werden die bisherigen Kunden nicht mehr von Grüüün beliefert. Die Stromversorgung bleibt dennoch gesichert, da automatisch der örtliche Grundversorger einspringt. Allerdings können dadurch höhere Kosten entstehen.
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt Betroffenen deshalb, sich frühzeitig nach einem neuen Anbieter umzusehen, den Zählerstand zu dokumentieren und die Schlussrechnung sorgfältig zu prüfen.
Stromversorgung bleibt gesichert – höhere Kosten möglich
Wenn ein Stromanbieter seine Belieferung einstellt, übernimmt automatisch der örtliche Grundversorger. Zunächst erfolgt die sogenannte Ersatzversorgung, die maximal drei Monate dauert. Anschließend wechseln die Kunden in die Grundversorgung. Für beide Tarife ist keine Bonitätsprüfung erforderlich, sodass der Versorger die Kunden nicht ablehnen kann.
Allerdings sind diese Tarife in der Regel teurer als reguläre Sondertarife. Nach Angaben der Verbraucherzentrale kostet eine Kilowattstunde in der Grund- oder Ersatzversorgung durchschnittlich rund 40 Cent. Bei klassischen Stromtarifen sind es etwa 32 Cent.
Die Ersatzversorgung können Verbraucher jederzeit ohne Kündigungsfrist verlassen. Für die Grundversorgung gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen.
„Niemand muss befürchten, dass der Strom abgestellt wird. Wer jetzt aber nichts tut, zahlt womöglich drauf, denn Grund- und Ersatzversorgung sind in der Regel deutlich teurer als ein normaler Tarif. Wir raten Betroffenen sich schon jetzt nach einem neuen Anbieter umzusehen“, sagt Tina Schwenk, Abteilungsleiterin Bauen, Wohnen, Energie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Was Kunden von Grüüün jetzt beachten sollten
Um unnötige Kosten und Probleme bei der Abrechnung zu vermeiden, empfiehlt die Verbraucherzentrale mehrere Schritte:
- Neuen Stromanbieter suchen: Wer nicht automatisch in die Ersatz- oder Grundversorgung wechseln möchte, sollte rechtzeitig einen neuen Vertrag abschließen.
- Zählerstand dokumentieren: Am letzten Liefertag, dem 31. Oktober, sollte der Zählerstand abgelesen und mit einem Foto sowie Datum und Uhrzeit festgehalten werden. Grüüün will am Tag des Anbieterwechsels ein Formular zur Übermittlung des Zählerstands verschicken.
- Schlussrechnung überprüfen: Die abschließende Abrechnung soll im November eintreffen. Kunden sollten die Angaben zeitnah mit dem dokumentierten Zählerstand vergleichen und mögliche Fehler prüfen.
- Guthaben einfordern: Grüüün hat angekündigt, bestehende Guthaben innerhalb von zwei Wochen nach der Schlussrechnung auszuzahlen. Verträge und weitere Unterlagen sollten auch danach aufbewahrt werden.
Verbraucherzentrale bietet Unterstützung
Bei Fragen oder Problemen mit der Auszahlung bestehender Guthaben können sich Betroffene an die Beratung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wenden.
Weitere kostenlose Informationen zu Stromverträgen und zum Wechsel des Energieversorgers stehen unter vz-bw.de zur Verfügung.
(Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V.)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 23.10.2026, 09:05 Uhr





