Nach kurzfristigen Vertragskündigungen der Anbieter Stromee und grüüün sind zahlreiche Kunden verunsichert. Das Stadtwerk am See erklärt, wie die Stromversorgung gesichert bleibt.
Die nationalen Energieanbieter Stromee und grüüün haben ihren Kunden kurzfristig die Energieverträge gekündigt. Nach Angaben des Stadtwerks am See sind Hunderttausende Verbraucher betroffen. Auch beim regionalen Energieversorger gehen Fragen zur weiteren Stromversorgung ein.
Grundversorgung sichert Stromlieferung
Wer kurzfristig seinen Stromanbieter verliert, muss in Deutschland nicht befürchten, plötzlich ohne Strom dazustehen. „Auch im Falle einer kurzfristigen Kündigung bleibt in Deutschland niemand ohne Strom sitzen“, erklärt Niclas Labsch, Vertriebschef beim Stadtwerk am See.
In solchen Fällen greift zunächst die gesetzliche Grundversorgung. Diese ist allerdings häufig teurer als Stromtarife mit einer festen Vertragslaufzeit.
Nach eigenen Angaben hat das Stadtwerk am See bereits mit mehr als 200 betroffenen Kunden aus ganz Deutschland neue Energieverträge abgeschlossen.
Stadtwerk warnt vor kurzfristigen Preisstrategien
Angesichts der Vertragskündigungen rät Labsch Verbrauchern, bei der Wahl eines Energieanbieters nicht ausschließlich auf den günstigsten Preis zu achten.
„Wir beobachten immer wieder Energieversorger, die sehr stark auf kurzfristige Preisvorteile setzen und bei Marktveränderungen unter Druck geraten“, erklärt der Vertriebschef.
Das Stadtwerk am See verfolgt nach eigenen Angaben eine langfristige Beschaffungs- und Preisstrategie. Dazu gehören der frühzeitige Einkauf größerer Energiemengen, die Berücksichtigung möglicher Marktrisiken sowie die Analyse von Beschaffung und Absatz.
Damit wolle das Unternehmen eine zuverlässige Versorgung und möglichst stabile Preise gewährleisten. Dass diese Strategie nicht zwangsläufig zu den niedrigsten Tarifen am Markt führe, räumt Labsch ein.
Persönlicher Service und zusätzliche Angebote
Neben der Energieversorgung verweist das Stadtwerk am See auf seine regionalen Serviceangebote. Dazu zählen persönliche Ansprechpartner vor Ort sowie Förderprogramme, ein Kinderclub und die GRÜNE KARTE.
Bei der Entscheidung für einen Energieversorger sollten Verbraucher laut Labsch deshalb auch die angebotenen Leistungen berücksichtigen.
„Wer einen Energieversorger auswählt, sollte nicht nur auf den Preis schauen, sondern auf das Gesamtpaket“, sagt der Vertriebschef. Das Unternehmen wolle seinen Kunden neben der Stromversorgung auch langfristig persönliche Betreuung und zusätzliche Angebote bereitstellen.
(Quelle: STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG)