Gartentiere schützen So wird der Garten zum sicheren Zuhause für Igelbabys

So wird der Garten zum sicheren Zuhause für Igelbabys
Igelbabys sind im Sommer besonders gefährdet. Schon kleine Veränderungen im Garten können den Wildtieren das Überleben erleichtern. (Bild: Jukebox)
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Junge Igel verlassen derzeit ihre Nester und sind auf der Suche nach Nahrung besonders gefährdet. Mit einfachen Maßnahmen können Gartenbesitzer in diesem Sommer dazu beitragen, die Wildtiere zu schützen.

Der Rückgang der Igelpopulation in Deutschland macht den Schutz der Tiere zunehmend wichtiger. Gerade jetzt, da viele Igelbabys erstmals ihre Nester verlassen, sind sie zahlreichen Gefahren in heimischen Gärten ausgesetzt. Blind und taub geboren, befinden sie sich in einer besonders verletzlichen Lebensphase.

Igelbestand in Deutschland deutlich zurückgegangen

Aktuelle Daten der Handwerkerplattform MyHammer zeigen, dass zehn Prozent der Deutschen noch nie einen Igel in seinem natürlichen Lebensraum gesehen haben. Das überrascht kaum: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Igelpopulation in Deutschland um rund 50 Prozent zurückgegangen.

Als Hauptursache gilt die zunehmende Urbanisierung, durch die natürliche Lebensräume verloren gehen. In Deutschland wird der Igel inzwischen als potenziell gefährdet eingestuft. Gleichzeitig sei vielen Hausbesitzern nicht bewusst, welche wichtige Rolle naturnahe Gärten für den Schutz der Tiere spielen können.

Ein Sprecher von MyHammer erklärt: „Stolze 91 % der Befragten geben an, dass sie Igel niedlich finden – und fast die Hälfte der Deutschen bezeichnet den Igel sogar als ihr liebstes Wildtier. Daher sind sie auch bereit zu helfen: 65 % sagen, dass sie Interesse daran haben, den Igeln in ihrer Umgebung ein sicheres Leben zu ermöglichen.”

Gleichzeitig fehle häufig das Bewusstsein dafür, welche Gartenarbeiten gefährlich sein können und wie viel bereits mit einfachen Maßnahmen erreicht werden könne.

Igelnester nicht stören

Besonders groß sei die Gefahr, versehentlich ein Igelnest zu zerstören. In dieser Jahreszeit können sich darin mehrere Igelbabys befinden. Wer den Garten aufräumt oder größere Umgestaltungen plant, sollte deshalb aufmerksam nach möglichen Nestern suchen.

Häufig befinden sich diese unter Gartenhäusern, in dichten Hecken, Brombeerbüschen, hohem Gras sowie in Laubhaufen oder Gartenabfällen.

Laut MyHammer lassen sich viele Schutzmaßnahmen unkompliziert und kostengünstig umsetzen. Wer seinen Garten stärker auf die Bedürfnisse von Wildtieren ausrichten möchte, könne sich dabei auch von einem Gärtner beraten lassen.

Gartenexperte warnt vor typischen Gefahren

Daniel Gottschalk, Gartenexperte bei MyHammer.de, sagt: „Unsere Gärten stellen für Igel einen echten Rückzugsort dar, doch gerade zu dieser Jahreszeit bergen bestimmte Bereiche auch Gefahren.”

„Teiche, Planschbecken und sogar Abflüsse können Igeln schwere Verletzungen zufügen, die im schlimmsten Fall tödlich enden. Deshalb ist es wichtig, solche Gefahrenquellen ausreichend zu sichern. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Risiken minimieren und die Voraussetzungen schaffen, dass die Wildtiere die Sommerhitze gut überstehen.”

Er empfiehlt außerdem: „Bereits kleine, günstige Veränderungen machen einen echten Unterschied. Lassen Sie beispielsweise einige Bereiche Ihres Gartens wild wachsen, stellen Sie ein Igelhaus auf und decken Sie offene Abflüsse oder andere potenzielle Gefahrenstellen ab.“

Diese Gefahren lauern im Garten

Planschbecken und Gartenteiche: Offene Wasserstellen können für Igelbabys zur Todesfalle werden. Planschbecken sollten über Nacht abgedeckt oder mit einer Ausstiegshilfe wie einer Rampe versehen werden.

Pestizide und Schneckenkorn: Schneckenkorn gilt als besonders schädlich für Igel. Auch andere chemische Pflanzenschutzmittel können die Nahrungskette beeinträchtigen. Als natürliche Alternativen nennt MyHammer unter anderem Bierfallen oder Kaffeesatz zur Schneckenbekämpfung.

Sommerhitze: Eine flache Schale mit frischem Wasser kann Wildtieren an heißen Tagen helfen. Milch sollte Igeln jedoch niemals angeboten werden.

Offene Abflüsse: Ungesicherte Abflüsse können zur Falle werden. Geeignete Schachtabdeckungen oder ein beschwerter, wassergefüllter Sack können verhindern, dass Tiere hineinstürzen.

Haustiere: Auch friedliche Hunde können Igel versehentlich verletzen. Wer seinen Hund in der Dämmerung oder nachts in den Garten lässt, sollte ihn beaufsichtigen und möglichst für ausreichend Beleuchtung sorgen.

(Quelle: Jukebox)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.