Seit Samstag, 9. März, wurde auf einer Schweizer Skitourenoute zwischen Zermatt und Arolla mit einem Großaufgebot nach sechs vermissten Tourengehern gesucht. Die traurige Gewissheit: Fünf der sechs Personen wurden am Sonntagabend tot aufgefunden.
Die sportliche Gruppe aus sechs Skitourengehern war am Samstagmorgen in Zermatt (CH) zu einer Tour aufgebrochen und wollte noch am selben Tag nach Arolla gelangen. Gegen 16 Uhr kontaktierte ein besorgtes Familienmitglied die Kantonspolizei, nachdem die Gruppe nicht am vereinbarten Ort eingetroffen war.
Telefonanruf half bei Lokalisierung
Um 17.19 Uhr gelang es einem Mitglied der Gruppe, die Rettungskräfte telefonisch zu erreichen. Dieser Anruf führte zu seiner Lokalisierung im Bereich des Col de Tête Blanche auf rund 3.500 m.
Der Sturm auf der Alpensüdseite und die Lawinengefahr verhinderten laut Polizeibericht, dass sich Helikopter und Rettungskolonnen dem Gebiet nähern konnten. Ein Versuch, sich von Zermatt aus auf dem Landweg in das betreffende Gebiet zu begeben, wurde nachts von fünf erfahrenen Rettungskräften der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) unternommen.
Einsatz musste wegen Schlechtwetter abgebrochen werden
Leider mussten die Kräfte auf über 3.000 Metern Höhe aufgrund der sehr schlechten Wetterverhältnisse und der damit verbundenen Risiken abbrechen. Während der Nacht wurde eine Überwachung eingerichtet, um mögliche Wetterfenster zu bewerten.
Am Sonntag war ein Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort und im Einsatz. Mit dabei auch die Luftwaffe der Armee und verschiedene Spezialeinheiten. Bei den vermissten Personen handelte es sich um fünf Walliser sowie eine Person aus dem Kanton Freiburg – im Alter zwischen 21 und 58 Jahren. Die Familien wurden fortlaufend über die geplanten Maßnahmen auf dem Laufenden gehalten.
Sonntagabend dann die traurige Gewissheit
Rettungskräfte haben am Sonntagabend laut Bericht der Kantonspolizei Wallis im Gebiet des 3.724 m hohen Tête Blanche fünf der sechs Personen tot aufgefunden. Nach dem sechsten Tourengeher wird noch gesucht. Der Tête Blanche ist auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien in den Walliser Alpen.
(Quelle: KAPO VS)