Gleich am ersten Abend des Münchner Oktoberfests auf der Wiesn waren einige Besucher außer Rand und Band. Neben aktiven Taschendieben wurde ein Besucher so brutal, dass eine Bedienung eine stark blutende Kopfverletzung erlitt. Die Polizei sucht nach dem Mann.
Pünktlich um 12 Uhr erklang am Samstag (16. September) der traditionelle Ruf „O’zapft is“. Bis zum 3. Oktober blickt die Welt auf das weltweit größte Volksfest auf der Theresienwiese. Die Polizei der bayerischen Hauptstadt hat alle Hände voll zu tun.
Gauner am Werk
Den flinken Augen der Taschendiebfahnder aus Berlin ist es nicht entgangen, dass am Samstagabend zwei Männer nach einer passenden Gelegenheit suchten. Laut Polizei betraten beide zunächst ein Festzelt, um sofort an eine Bedienung heranzutreten. Während sich der erste Täter direkt hinter der Bedienung platzierte, sondierte der andere die Umgebung. Unvermittelt griff der erste Täter in die Bedienungstasche am Körper der Frau und versuchte, den prall gefüllten Geldbeutel zu klauen. Nachdem die Bedienung die Berührung bemerkt hatte, griff sie in Richtung ihrer Tasche. Der Täter ließ daraufhin von ihr ab.
Anschließend begaben sich beide Männer an einen Tisch, an dem diverse Wiesnbesucher auf den Bänken fröhlich tanzten. Dort versuchten sie, eine unter dem Tisch abgelegte Handtasche zu stehlen. Die Taschenbesitzerin bemerkte den Diebstahlsversuch, woraufhin sich die Täter schnell entfernten.
Gezielt zu Diebestour angereist
Beide Männer konnten vorläufig festgenommen werden. Sie sind nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei gezielt zum Oktoberfest angereist um Taschendiebstähle zu begehen. Weder der 47-jährige noch der 38-jährige Mann (beide peruanische Staatsangehörige) haben einen festen Wohnsitz in Deutschland. Die Polizei ermittelt.
Brutaler Schlag mit Maßkrug
Richtig zur Sache ging es am späten Samstagabend zwischen Wiesnbesuchern. Eine 46-Jährige Bedienung wollte einen Streit schlichten und ein Unbekannter schlug ihr dabei einen Maßkrug so massiv auf den Kopf, dass dieser sofort zerbrach. Die Frau erlitt eine stark blutende Kopfplatzwunde und musste umgehend ärztlich versorgt. Der Täter konnte unerkannt flüchten.
Zeugenaufruf der Polizei
Der Täter wird wie folgt beschrieben:
Männlich, bekleidet mit „Fake-Tracht“ (Stofflederhose, grün-weiß kariertes Trachtenhemd), Vollbart, sprach spanisch.
Wer hat gegen 22.15 Uhr im Armbrustschützen-Festzelt, Station 53/54 im Gangbereich, Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Achterbahn wurde geschlossen
Fast zur gleichen Zeit stießen zwei Waggons einer Achterbahn auf dem Festgelände miteinander zusammen. Acht Fahrgäste wurden leicht verletzt. Drei Personen mussten in einem örtlichen Krankenhaus versorgt werden. Das Fahrgeschäft wurde durch die Polizei gesperrt.
(Quelle: Polizeipräsidium München)