Mitarbeiter eines landwirtschaftlichen Anwesens in Niedersachsen haben einen ungewöhnlichen Fund gemacht. Sie entdeckten eine riesige Würgeschlange. Das Tier wurde wahrscheinlich ausgesetzt.
Beamte der Bremervörder Polizei wurden zu einem Hof gerufen. Mitarbeitende eines Betriebes hatten eine Königspython gefunden. Wie es in einer Mitteilung heißt, konnte die Schlange ohne Zwischenfälle einfangen und artgerecht untergebracht werden.
Da die afrikanische Riesenschlange in Deutschland nicht in freier Wildbahn vorkommt besteht der Verdacht, dass das Tier von seinem Halter ausgesetzt wurde. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
PETA hat eine Belohnung ausgesetzt
Um den Fall aufzuklären, hat PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt. Die Tierrechtsorganisation kritisiert, dass der Kauf von gefährlichen und anspruchsvollen Tieren unabhängig von dringend erforderlichem Fachwissen noch immer erlaubt ist. In der Folge brechen jedes Jahr Hunderte wilde Tiere aus ihren Terrarien aus oder werden von überforderten Personen einfach ausgesetzt.
Tierheime und Tierauffangstationen sind häufig überfüllt mit Wildtieren, die einen besonders großen Anspruch an ihren Lebensraum haben, heißt es in einer Pressemitteilung von PETA. Eine tierärztliche Fallstudie, bei der rund 150 verstorbene Reptilien untersucht wurden, kam zu dem Ergebnis, dass 51 Prozent der Tiere an durch Haltungsfehler verursachten Krankheiten litten. Weitere Infos hierzu: presseportal.peta.de
Für Menschen nicht gefährlich
Königspythons sind für den Menschen grundsätzlich nicht gefährlich. Sie sind ungiftig, gehören zu den Würgeschlangen und gelten als sehr friedlich und stressempfindlich. Bei Bedrohung rollen sie sich meist zu einer Kugel zusammen, anstatt anzugreifen.
(Quelle: Polizeiinspektion Rotenburg/PETA)