Geldanlage Goldpreis auf Rekordkurs – so können Privatanleger partizipieren

Goldpreis auf Rekordkurs – so können Privatanleger partizipieren
Die Entwicklung des Goldpreises sorgte 2025 bei Anlegern für viel Freude (Bild: KI-generiert mit Google Gemini)
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Der Goldpreis befand sich in den vergangenen Monaten auf einem historischen Höhenflug und kaum eine andere Anlage hat in den letzten Jahren konstant an Aufmerksamkeit gewonnen wie das beliebte Edelmetall. Daran ändert auch nichts, dass Gold kürzlich nach zuvor allerdings massiven Steigerungen gewisse Wertverluste hinnehmen musste. Für viele private Anleger stellt sich daher die Frage, ob es mit Blick auf die massiven Kursgewinne zuvor und die kürzlichen Verluste jetzt nicht ein perfekter Zeitpunkt für Investitionen in das Edelmetall sein könnte. Grundsätzlich gilt Gold traditionell als sehr stabiler Sachwert und ist auch dadurch immer eine Überlegung wert.

Warum ist Gold grundsätzlich so gefragt?

Der Goldpreis zeigt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Verantwortlich für die starke Rallye des gelben Edelmetalls sind sowohl zahlreiche geopolitische Krisen als auch die stark steigenden Schuldenstände vieler Industrienationen. In Phasen politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit greifen Anleger traditionell zu Sachwerten – allen voran zu Edelmetallen wie Gold.

Wer investieren möchte, muss dabei nicht zwingend physische Münzen oder Barren erwerben. Alternativ stehen physisch hinterlegte ETPs zur Verfügung, das Pendant zu ETFs im Rohstoffsegment. Doch Vorsicht: Nicht jedes Gold-ETP bietet nach einer Haltedauer von über zwölf Monaten steuerfreie Gewinne. Entscheidend ist laut Daniel Franke, der gemeinsam mit seinem Team das Portal Brokervergleich.de betreibt, ob Anleger jederzeit einen Anspruch auf physische Auslieferung ihres Goldes haben. Nur dann werden die Produkte steuerlich wie physische Goldbarren oder -münzen behandelt.

Welche ETPs diese Voraussetzungen erfüllen und sich zudem per Sparplan besparen lassen, haben Franke und sein Team unter https://www.brokervergleich.de/wissen/rohstoffe/gold-kaufen/ zusammengestellt. Neben den bekannten Größen Xetra-Gold und Euwax Gold II finden sich dort auch weniger prominente Anbieter wie EUWAX Gold Core, Traceable, iShares Physical Gold oder der HANetf The Royal Mint Responsibly Sourced Physical Gold.

Gold als Schutz vor Krisen und Inflation

Gold wird von vielen Anlegern aber nicht hauptsächlich als Renditebringer angesehen. Vielmehr sehen gerade auch erfahrene Anleger das Edelmetall immer auch als Absicherung und sicheren Hafen in schwierigen Zeiten. Gold gilt speziell bei viel politischer Unsicherheit, wirtschaftlich schwierigen Zeiten und bei hoher Inflation als solider Wertspeicher. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass Gold nicht beliebig vermehrt werden kann und dadurch einen besonderen Status als Sachwert hat. Bei einem Blick in die Historie zeigt sich auch immer wieder, dass Gold noch bedeutender wird, wenn die Leute weniger Vertrauen in Finanzsysteme und Währungen haben. 

Für private Anleger eignet sich Gold dadurch in einem möglichst breit gestreuten Portfolio bei einer Portfolio-Analyse eigentlich immer als stabilisierender Bestandteil. Bei einem solchen Anteil an Gold im eigenen Bestand kann das Edelmetall oftmals helfen, Wertschwankungen bei anderen Anlageklassen auszugleichen. 

Physisches Gold kann Probleme mit sich bringen

Viele Anleger denken zunächst an einen Kauf von Goldbarren oder Goldmünzen, wenn es um die Anlage in das Edelmetall geht. Das hängt auch damit zusammen, dass ein physisches Eigentum von Gold eine gewisse Unabhängigkeit von Finanzinstituten und Sicherheit vermittelt. Allerdings sollte man nicht unterschätzen, dass der Besitz von Gold auch einige Herausforderungen mit sich bringen kann. Schließlich sollten Sicherheitsaspekte wie beispielsweise rund um Lagerung und auch Versicherungsfragen nicht unterschätzt werden.

Darüber hinaus fallen beim Kauf von physischem Gold meistens Preisaufschläge an, die übrigens auch bei einem Verkauf des Edelmetalls nicht unüblich sind. Solche Preisaufschläge können besonders stark ins Gewicht fallen, wenn man eher kleine Goldmengen kaufen oder verkaufen möchte. Deshalb ist es für Anleger auf jeden Fall ratsam, solche zusätzlichen Kosten immer in die eigenen Überlegungen und Kalkulationen mit einzubeziehen.

Börsengehandelte Goldprodukte sind interessante Alternativen

Über den Kauf von Gold-ETPs haben Anleger eine einfache Möglichkeit, von der positiven Entwicklung der Goldpreise zu profitieren, und zwar ohne das beliebte Edelmetall selbst physisch aufbewahren zu müssen. Diese Gold-ETPs können über Wertpapierdepots gehandelt werden und es ist in der Regel auch problemlos möglich, mit kleineren Investitionen oder regelmäßigen Sparplänen zu agieren.

Wobei es aber bei dieser Art von Anlageprodukten teilweise deutliche Unterschiede gibt. Denn nicht bei jedem ETP ist Gold tatsächlich komplett physisch hinterlegt und auch bei der steuerlichen Behandlung kann es je nach angebotenem Produkt Unterschiede geben. Aus diesen Gründen sollte man immer die genaue Struktur beleuchten, um nicht von möglichen Nachteilen überrascht zu werden.

Mögliche Risiken bei einem Einstieg in Gold bei hohem Kursniveau

Privatanleger sollten trotz der insgesamt sehr positiven Entwicklung bei Gold in der jüngeren Vergangenheit nicht vergessen, dass der Goldpreis auch immer Schwankungen durchlebt. Dadurch kann es gerade nach starken Anstiegen beim Goldpreis auch immer wieder Rücksetzer geben, die beispielsweise durch Entspannung bei geopolitischen Konflikten wirtschaftliche Aufschwünge oder auch durch Zinsentscheidungen von großen Zentralbanken entstehen können. Allerdings scheint Gold auf lange Sicht noch reichlich Potenzial zu haben.