Verbraucherschutz warnt Glasfaser-Verträge: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor Haustürgeschäften

Glasfaser-Verträge: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor Haustürgeschäften
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät dazu, Glasfaserverträge an der Haustür nicht unter Zeitdruck abzuschließen, sondern Angebote sorgfältig zu prüfen. (Symbolbild: KI-generiert)
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Beim Abschluss von Glasfaser-Verträgen an der Haustür kommt es laut der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg immer wieder zu Beschwerden. Verbraucher sollten Angebote in Ruhe prüfen und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen.

Der Glasfaserausbau in Deutschland schreitet voran. Gleichzeitig häufen sich bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Beschwerden über Haustürgeschäfte im Zusammenhang mit Glasfaseranschlüssen. Betroffene berichten von Verkaufsgesprächen im Namen von Vodafone oder der Telekom, bei denen sie zu einem sofortigen Vertragsabschluss gedrängt oder durch irreführende Aussagen verunsichert worden seien.

Verbraucher unter Zeitdruck gesetzt

„Gerade beim Thema Glasfaser beobachten wir immer wieder, dass ganze Drückerkolonnen am Werk sind, die Menschen gezielt unter Zeitdruck setzen, damit sie am besten gleich an der Haustüre Verträge unterschreiben“, sagt Oliver Buttler, Telekommunikationsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Darauf sollte sich jedoch niemand einlassen. „Am besten wimmelt man diese Vertreter direkt an der Gegensprechanlage ab“, so Buttler.

Nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale wird in Haustürgesprächen häufig behauptet, bestehende Kupferanschlüsse würden in naher Zukunft abgeschaltet oder die spätere Versorgung mit Glasfaser sei nur mit einem sofortigen Vertragsabschluss gesichert. Die Vertreter treten dabei oft im Namen bekannter Telekommunikationsunternehmen auf. Tatsächlich handelt es sich laut Verbraucherzentrale vielfach um Promoter, die von Agenturen beauftragt werden und den Eindruck erwecken, direkt für den jeweiligen Anbieter tätig zu sein.

„Wenn große Anbieter Verkäufer mit ihrem Logo beauftragen, müssen sie auch ein seriöses Auftreten gewährleisten, was offensichtlich nicht immer der Fall ist“, kritisiert Buttler.

Vertragsunterlagen sorgfältig prüfen

Nach Angaben der Verbraucherzentrale stellen seriöse Anbieter ausreichend Informationsmaterial zur Verfügung und räumen genügend Zeit ein, ein Angebot in Ruhe zu prüfen. Vor einem Vertragsabschluss müssen außerdem sämtliche Vertragsunterlagen mit den wesentlichen Informationen wie Vertragsdauer, Kosten und Kündigungsfristen ausgehändigt werden.

„Verbraucherinnen und Verbraucher sollten Verträge in Ruhe ansehen, statt sie sofort zu unterschreiben, auch sollten Verträge nicht am Tablet unterschrieben werden“, rät Buttler.

Widerrufsrecht bei Haustürgeschäften

Wer einen Vertrag an der Haustür abgeschlossen hat, kann diesen innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Wurde nicht oder nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht informiert, verlängert sich die Widerrufsfrist nach Angaben der Verbraucherzentrale auf ein Jahr und 14 Tage.

„Wer nach einem Haustürgeschäft Zweifel hat, sollte seine Unterlagen prüfen und sich umgehend beraten lassen“, empfiehlt Buttler. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät Interessierten außerdem, sich unabhängig über Glasfaseranschlüsse zu informieren und verschiedene Angebote zu vergleichen. Ein Vertragsabschluss an der Haustür sei dafür nicht erforderlich.

(Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V.)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.