Bundespolizei beschlagnahmt 50.000 Euro-Uhr und 10.000 Euro Bargeld

Die Bundespolizisten stellten im Laufe der Kontrolle bei dem 30-Jährigen unter anderen 10.000 Euro Bargeld fest.
Die Bundespolizisten stellten im Laufe der Kontrolle bei dem 30-Jährigen unter anderen 10.000 Euro Bargeld fest. (Bild: Bundespolizei)

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In der Nacht auf Donnerstag hat die Bundespolizei bei der Kontrolle einer rumänisch-bosnischen Fahrzeugbesatzung zwei Fahndungstreffer gelandet, Bargeld und eine teure Uhr beschlagnahmt und letztlich einen Beschuldigten in Zurückschiebungshaft gebracht.

Eine Streife der Kemptener Bundespolizei stoppte am Grenztunnel Füssen (BAB 7) einen Pkw mit Krefelder Zulassung, der mit zwei Männer besetzt war.

Die Beamten stellten bei der anschließenden Überprüfung des rumänischen Fahrers fest, dass gegen den 24-Jährigen ein Sicherungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster vorlag. Der Straftäter war wegen Betruges verurteilt worden und hatte anschließend gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen. Die Beamten recherchierten, dass der Rumäne bereits in 40 Fällen, unter anderem wegen sexueller Belästigung, Diebstahlsdelikten und Nötigung polizeibekannt war.

Der bosnische Beifahrer konnte den Beamten nur eine Kopie eines bosnischen Reisepasses vorlegen. Auch bei dem 30-Jährigen stellten die Polizisten eine Fahndungsnotierung, eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Itzehoe wegen Urkundenfälschung, fest.

Der Bosnier war bereits wegen eines Sexualdeliktes sowie Diebstahlsdelikten unter verschiedenen Personalien polizeibekannt.

Die Bundespolizisten stellten im Laufe der Kontrolle bei dem 30-Jährigen außerdem 10.000 Euro Bargeld, zwei Mercedes-Autoschlüssel, zwei Luxustaschen sowie eine Armbanduhr im Wert von etwa 50.000 Euro fest, die sich in einer Schachtel einer anderen hochpreisigen Uhrenmarke befand. Ersten Ermittlungen zufolge stehen beiden Uhren im Zusammenhang mit Diebstahlsdelikten. Zur Herkunft der Gegenstände und des Geldes wollte sich der Mann nicht äußern.

Die Beamten fanden heraus, dass der Bosnier bereits im März am Flughafen Köln/Bonn wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes sowie mittelbarer Falschbeurkundung angezeigt worden war. Die Kölner Bundespolizisten hatten damals ermittelt, dass sich der Südosteuropäer den bosnischen Reisepass unter Vorlage eines gefälschten Dokumentes in einer Botschaft beschafft hatte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich bei dem Mann tatsächlich um einen Serben handelt.

Er wurde wegen versuchter unerlaubter Einreise und Geldwäsche angezeigt. Das Geld und die Uhr samt der Verpackung wurden beschlagnahmt.

Die Bundespolizisten führten den in Neuss mit Wohnsitz gemeldeten Mann am Nachmittag beim Amtsgericht Kempten vor und lieferten ihn am Freitagvormittag in die Abschiebehafteinrichtung Pforzheim ein. Nach dem Personenfeststellungsverfahren und der Passbeschaffung durch die Bundespolizei wird der Mann ins sein Heimatland zurückgewiesen werden.

Die Beamten zeigten den Rumänen wegen Beihilfe zur versuchten unerlaubten Einreise an. Der in Duisburg wohnhafte Mann wurde nach der Vorführung beim Amtsgericht Kempten entlassen, da der zuständige Richter aufgrund des festen Wohnsitzes keine Haftgründe sah.

(Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Kempten)