Frau kotet in Polizeiauto Betrunkenes Pärchen rastet aus: Polizisten werden bespuckt, getreten und geschlagen

Betrunkenes Pärchen rastet aus: Polizisten werden bespuckt, getreten und geschlagen
Bei einem Polizeieinsatz in Lengenwang wurden die Beamten von zwei Betrunkenen attackiert und geschlagen // Symbolbild. (Bild: picture alliance / dpa | Matthias Balk)

Ein stark angetrunkenes Pärchen geriet am 10. Mai in einem Zug im Ostallgäu derart aneinander, dass die Bundespolizei zur Hilfe geholt werden musste. Es ist unglaublich, was sich die Beamten alles gefallen lassen mussten.

Zwei unbeteiligte Reisende versuchten noch im Zug, den Streit zwischen dem Pärchen zu schlichten. Der Versuch scheiterte aber. Was genau passiert? Die Betrunkenen, die sich in der Regionalbahn gegenseitig verbal und körperlich angegangen sind, leisteten gegen die Beamten und deren Maßnahmen erheblichen Widerstand.

Frau zieht Hose runter und kotet in Polizeifahrzeug

Zu allem Übel erledigte die Frau auch noch ihr „großes Geschäft“ mitten im Dienstfahrzeug. Der Mann randalierte ohne Unterlass – sogar noch später in einer Zelle. Aber erst mal der Reihe nach.

Als die Beamten am Bahnhof in Lengenwang eintrafen, saß die 46-Jährige bereits am Bahnsteig. Ihr 41-jähriger Partner befand sich noch im Zug und hatte sich zunächst geweigert, auszusteigen. Der Mann war so betrunken, dass er beim Verlassen des Zuges durch die Polizisten gestützt werden musste. Währenddessen störte die Frau die Maßnahme lautstark und forderte die Beamten auf, ihren Mann in Ruhe zu lassen. Ein weiterer angetrunkener Fahrgast ging mehrmals auf die Streife und das Paar zu und versuchte, sich in aggressiver Weise einzumischen.

Mann schlägt wie wild um sich

Aufgrund mehrfacher Widerstandshandlungen des Paares während der Ausweiskontrolle mussten die beiden schließlich auf dem Boden fixiert werden, heißt es in einer Mitteilung. Der Mann sperrte sich weiter gegen die Maßnahmen, bespuckte, schlug und trat die Polizisten.

Zur Unterstützung mussten Beamte der bayerischen Polizei angefordert werden. Selbst gefesselt und am Boden liegend, wehrte sich der Betrunkene vehement gegen alle, trat nach den Polizisten und beleidigte diese.

Mit erhobenen Fäusten auf die Beamten losgegangen

Auch die Frau wehrte sich anhaltend und beleidigte die Beamten. Erst im Dienstwagen beruhigte sich der Deutsche, zeigte jedoch erhebliche Stimmungsschwankungen. Die Frau, die in ein anderes Polizeiauto gebracht wurde, kotete sich dort ein. Später verschmutzte sie die Gewahrsamszelle noch mit ihren Fäkalien.

In der anderen Zelle wurde der Mann erneut aggressiv, schlug mit Händen und Füßen heftig und anhaltend gegen die Zellentür und tat seinen Unmut über die Maßnahmen lautstark kund. Als sich mehrere Beamte in die Zelle begaben, rannte der Randalierer mit erhobenen Fäusten und Boxbewegungen auf diese zu, woraufhin er zu Boden gebracht und seine Hände und Füße gefesselt werden mussten.

Beamte mussten zur Vorsorge zum Arzt

Wie die Bundespolizisten bei Atemalkoholtests herausfanden, war die Frau mit über 2,1 Promille und der Mann mit fast 2,8 Promille alkoholisiert. Alle Beteiligten kamen mit leichten Schürfwunden, Kratzern und blauen Flecken davon. Die Beamten, die im Gesicht bespuckt worden waren, begaben sich vorsichtshalber noch in der Nacht zur ärztlichen Untersuchung.

Die beiden wegen Körperverletzungs- und Betäubungsmitteldelikten Polizeibekannten erhielten Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung. Nach einer von der Bereitschaftsrichterin angeordneten Blutentnahme kamen die Beschuldigten noch in der Nacht auf Samstag auf freien Fuß.

(Quelle: Bundespolizei München)