Die Unwetterlage hatte sich am Freitagnachmittag im Landkreis Lindau weiter zugespitzt. Besonders betroffen waren die Gemeinden entlang des Bodensees, insbesondere das Stadtgebiet Lindau. Im Laufe der Nacht wurden weitere Teile von Lindau geflutet.
In den Gewässern im Landkreis Biberach drohen sehr große Hochwasser mit entsprechenden Überflutungen. Es könnte sich ein 50- bis 100-jährliches Hochwasser und gegebenenfalls auch darüber ausbilden. Hier ist mit extremem Hochwasser zu rechnen.
Der Schwäbische Turnerbund und der Gemeindeverband Mittleres Schussental mit den Städten und Gemeinden Ravensburg, Weingarten, Baienfurt, Baindt, Berg, haben schweren Herzens entschieden, dass aufgrund der anhaltenden Hochwassersituation keine weiteren Veranstaltungen des Landesturnfestes mehr stattfinden.
Die Feuerwehr Ravensburg befindet sich seit Freitagabend um 18:00 Uhr in der Ravensburger Innenstadt und den Ortschaften im Dauereinsatz. In den frühen Morgenstunden wurden erneut Einsatzstellen gemeldet, sodass ein Ende nicht absehbar ist.
Durch die anhaltenden starken Regenfälle steigt der Pegel der Rotach immer weiter an. Es muss damit gerechnet werden, dass der Pegel den 10-Jahres-Hochwasserstand von 2,88 Meter erreicht. Inzwischen gibt es auch erste Straßenüberflutungen.
Aufgrund der anhaltenden starken Regenfälle und der damit verbundenen steigenden Wasserpegel besteht entlang der Flüsse im Gemeindegebiet derzeit eine akute Hochwassergefahr. Deshalb empfiehlt die Gemeinde Meckenbeuren ab sofort, besonders betroffene Gebiete zu verlassen.
In den Gewässern im Landkreis Ravensburg drohen im Zeitraum vom 31. Mai bis 1. Juni sehr große Hochwasser mit entsprechenden Überflutungen. Besonders betroffen sind die Bodenseezuflüsse Schussen und Argen.
Laut den Prognosen sind vor allem ab heute Nacht und im Verlauf des morgigen Tages die Kommunen entlang der Iller und Donau von der Hochwassergefahr betroffen. Die Einsatzkräfte im Alb-Donau-Kreis bereiten sich auf mögliche Überflutungen vor.
Immer wieder kommt es insbesondere in den Sommermonaten zu Hochwasser und Starkregenereignissen, die schwer vorherzusagen sind. Zum Schutz vor möglichen Gefahren ist jeder Bürger dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Eigenvorsorge für den Fall eines Hochwassers zu treffen.
Es ist ein großer Tag für Riedlingen sowie für den Hochwasser- und Klimaschutz: Bürgermeister Marcus Schafft hat am Montag im Beisein des Biberacher SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster in Berlin die Urkunde für eine Förderung in Höhe von 2,55 Mio. Euro vom Bund erhalten.
Bis 2026 will die Stadt Ravensburg ein Starkregenrisikomanagement für das gesamte Stadtgebiet ausarbeiten. Durch die Erarbeitung soll eine solide Planungsgrundlage für die Etablierung von Maßnahmen sowie Aufstellung von Alarm- und Einsatzplänen geschaffen werden.
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