Kleine Krebstiere im Nachklärbecken Wasserflöhe in Kläranlage Bad Waldsee entdeckt

Wasserflöhe in Kläranlage Bad Waldsee entdeckt
Für den stellvertretenden Betriebsleiter der Kläranlage, Andreas Senn, und das gesamte Team ist der Fund der Daphnien ein erfreuliches Zeichen für die hervorragende biologische Reinigungsleistung. Zugleich bietet er einen schönen Anlass, auf die wichtige Arbeit für sauberes Wasser und den Schutz unserer Gewässer aufmerksam zu machen. (Bild: Brigitte Göppel)
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Im Nachklärbecken der Kläranlage Bad Waldsee haben Mitarbeitende kleine rote Wasserflöhe entdeckt. Die Krebstierchen gelten als Anzeiger für geeignete Lebensbedingungen.

Die winzigen Lebewesen gehören zur Gattung Daphnia und halten sich nicht nur im Nachklärbecken auf, sondern vermehren sich dort offenbar auch. Für das Team der Kläranlage ist die Entdeckung ein erfreuliches Zeichen für die biologischen Reinigungsprozesse und die Qualität des gereinigten Abwassers.

Wasserflöhe reagieren empfindlich auf Schadstoffe

Wasserflöhe reagieren empfindlich auf bestimmte Schadstoffe und können deshalb Hinweise auf die Bedingungen in einem Gewässer geben. Dass die kleinen Krebstierchen im Nachklärbecken geeignete Lebensbedingungen vorfinden, wertet das Team als positives Zeichen für die biologische Abwasserreinigung.

„Das ist für uns eine sichtbare und lebendige Bestätigung, dass unsere biologische Abwasserreinigung hervorragend funktioniert und wir mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz leisten“, sagt Harald Beyrle, technischer Leiter der Stadtentwässerung.

Rund 17.000 Bürgerinnen und Bürger sind an die Kläranlage Bad Waldsee angeschlossen. Einen Großteil der Reinigungsleistung übernehmen Mikroorganismen, die während des biologischen Reinigungsprozesses Inhaltsstoffe des Abwassers abbauen.

Die Entdeckung der Wasserflöhe ist für die Mitarbeitenden eine zusätzliche positive Beobachtung. Die Qualität des gereinigten Abwassers wird unabhängig davon regelmäßig durch Messungen und Untersuchungen kontrolliert.

Kläranlage ist rund um die Uhr gefordert

„Nach uns kommt die Natur“ – mit diesem Satz beschreibt Harald Beyrle die Verantwortung, die mit der Abwasserreinigung verbunden ist. Denn die Arbeit in der Kläranlage hat unmittelbare Auswirkungen auf die Gewässer und die Umwelt.

Der technische Leiter betont dabei insbesondere die Bedeutung der Mitarbeitenden und ihrer Erfahrung.

„Meine Mitarbeiter kann keine KI ersetzen. Wir brauchen Menschen mit einer Nase, Ohren und Augen – vor allem aber mit Verstand, Erfahrung, Engagement und Verantwortungsbewusstsein. An sieben Tagen in der Woche, 365 Tage im Jahr, müssen wir aufmerksam sein und schnell reagieren können. Biologie ist keine Maschine: Wir wissen nie genau, was alles bei uns über die Kanalisation ankommt. Deshalb müssen wir mit all unseren Sinnen beobachten, beurteilen und handeln“, betont Beyrle.

Die Zusammensetzung des Abwassers kann sich verändern. Deshalb müssen die Mitarbeitenden die biologischen Vorgänge kontinuierlich beobachten, beurteilen und bei Bedarf reagieren.

Entdeckung motiviert das gesamte Team

Auch Andreas Senn, stellvertretender Betriebsleiter der Kläranlage, sieht in den Wasserflöhen ein erfreuliches Zeichen. Für ihn verdeutlicht die Entdeckung das Zusammenspiel zwischen biologischen Prozessen, technischer Ausstattung und der Erfahrung der Mitarbeitenden.

„Wir arbeiten jeden Tag dafür, dass das gereinigte Wasser wieder möglichst unbelastet in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Dass wir nun diese kleinen Lebewesen beobachten können, ist für uns eine schöne Bestätigung und zugleich Motivation, unsere Arbeit weiterhin mit großer Sorgfalt zu erledigen“, sagt Andreas Senn.

(Quelle: Stadt Bad Waldsee)

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