HSG A-Jugend vergibt Siebenmeter kurz vor Schluss

Torwart Noah Frensel von der A-Jugend der HSG Konstanz.
Torwart Noah Frensel von der A-Jugend der HSG Konstanz. (Bild: André Frensel)

WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Um Welten verbessert zeigte sich die A-Jugend der HSG Konstanz gegen Spitzenreiter München-Allach. Doch trotz starker Vorstellung gegen den verlustpunktfreien Ligaprimus war es wie schon im letzten Heimspiel – dort allerdings nach ganz schwacher Leistung: Die Gäste nahmen beide Punkte mit (29:30/19:18).

Aus Sicht des Zweitliga-Nachwuchses wieder völlig unnötig. Es war das Spiel der vergebenen Möglichkeiten. Fünf Minuten vor Schluss traf Lucas Farias-Veeser zum 29:29 und nährte die Hoffnung auf die große Überraschung. In der Schlussminute wurde es dann hochdramatisch.

Erst vergab Konstanz den insgesamt dritten Siebenmeter der Partie und die Chance zum Ausgleich, nach der Parade des guten Rückhalts Noah Frensel im HSG-Tor blieben den Gelb-Blauen noch sieben Sekunden nach der letzten Auszeit. Doch der letzte Wurf in letzter Sekunde strich knapp am Pfosten vorbei.

Aus, vorbei und erneut großer Frust bei den HSG-Talenten, die sich allerdings toll verkauft und dem Tabellenführer alles abverlangt hatten. Doch dieser hatte in den entscheidenden Momenten das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und nahm glücklich die beiden Zähler mit.

„Wir haben all das gezeigt, was wir letzte Woche haben vermissen lassen“, sprach Daniel Behrendt seinen geknickten Schützlingen ein großes Lob für ihre Leistungssteigerung aus, legte aber auch den Finger in die Wunde: „Wir lassen aber zu viel liegen. Freie Konter, drei Siebenmeter, freie Würfe, zweimal treffen wir das leere Tor nicht.“ Es war deutlich mehr drin für sein Team, das die Münchener am Rande der Niederlage hatte. „Bitter“, sagte der HSG-Coach zum Ende und konnte seine Enttäuschung über die vergebene Chance nicht verbergen.

Denn: Die HSG startete furios und führte nach einer extrem temporeichen ersten Hälfte mit 19:18. Direkt nach der Pause legte Ole Osann zum 20:18 nach. Im zweiten Durchgang setzten beide Mannschaften auf einen etwas ruhigeren Spielaufbau.

Behrendt: „Der Einsatz hat gestimmt. Letztlich können wir uns für ein gutes Spiel nichts kaufen. Wenn man so viele Gelegenheiten gegen den Tabellenführer bekommt, muss man sich den Sieg holen. Sehr schade.“ Sollte sich Konstanz in den nächsten Partien konstant genauso präsentieren, sollte die Belohnung in Form von Punkten allerdings bald folgen.

(Veriensmitteilung: HSG Konstanz / Andreas Joas)