Die Wöhrdenbrücke in Tuttlingen kann demnächst wieder auf allen vier Fahrspuren befahren werden. Die Gewichtsbeschränkung bleibt bestehen, während die Stadt bereits den Ersatzneubau vorbereitet.
Die Wöhrdenbrücke ist eine der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsverbindungen über die Donau. Täglich nutzen rund 22.000 Fahrzeuge die Brücke. Nach aktuellen Untersuchungen sieht die Stadt keine Hinweise auf ein bereits eingetretenes Versagen tragender Bauteile oder eine unmittelbar bevorstehende Beeinträchtigung der Standsicherheit. Deshalb sollen künftig wieder alle vier Fahrstreifen freigegeben werden.
Gewichtsbeschränkung bleibt bestehen
Im Zuge der Untersuchungen wurden insbesondere die tragenden Spannglieder des Spannbetonüberbaus überprüft. Als Vorsichtsmaßnahme war die Brücke vorübergehend auf zwei Fahrstreifen reduziert und für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen gesperrt worden.
Die Gewichtsbeschränkung bleibt auch nach der Freigabe aller vier Fahrspuren bestehen. Hintergrund ist, dass der Zustand einzelner Spannglieder derzeit nicht mit ausreichender Sicherheit beurteilt werden kann. Zudem wurden weitere Schäden an Bauteilen festgestellt, die Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich machen.
Weitere Untersuchungen angekündigt
Die Freigabe der vier Fahrstreifen bedeutet nach Angaben der Stadt keine dauerhaft uneingeschränkte Nutzung der Brücke. In den kommenden Wochen sind weitere Untersuchungen vorgesehen, insbesondere an den Spanngliedern durch die Materialprüfungsanstalt Stuttgart. Dafür werden zeitweise erneut Verkehrseinschränkungen notwendig sein. Über die jeweiligen Maßnahmen will die Stadt rechtzeitig informieren.
Mit den geplanten Einschränkungen soll die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden gewährleistet und gleichzeitig eine kurzfristige Vollsperrung der wichtigen Verkehrsverbindung vermieden werden. Die Stadt bittet deshalb um Verständnis für mögliche Behinderungen in den kommenden Monaten.
Stadt plant Ersatzneubau der Wöhrdenbrücke
Parallel zu den laufenden Untersuchungen treibt die Stadt die Planungen für einen Ersatzneubau voran. Das Vorhaben wird in dieser Woche im Technischen Ausschuss vorgestellt.
Dabei geht es unter anderem um mögliche Bauweisen, den Ablauf von Rückbau und Neubau, die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit sowie mögliche Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr. Ziel ist es, die Voraussetzungen für einen möglichst zeitnahen Neubau zu schaffen und die Verkehrsverbindung über die Donau langfristig sicher und leistungsfähig zu erhalten.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)