Spendenaufruf soll Herzenswünsche erfüllen Krebskranke Alina (4) hat sich ins Leben zurückgekämpft

Die kleine Alina-Kyara bekam an Weihnachten 2021 die Diagnose Krebs.
Die kleine Alina-Kyara bekam an Weihnachten 2021 die Diagnose Krebs. (Bild: Familienkrebshilfe Sonnenherz und Aktion Sonnenherz gemeinnützige UG)

Wenn Kinder an Krebs erkranken, steht die Welt für die ganze Familie plötzlich einen Moment still und das bisherige Leben wird auf den Kopf gestellt. So auch bei den Eltern der heute vierjährigen Alina-Kyra aus Tuttlingen. Die Familienkrebshilfe Sonnenherz hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Christian Neumeir hat im August 2017 die gemeinnützige Familienkrebshilfe Sonnenherz (FKH-Sonnenherz) gegründet. Seither hilft die gemeinnützige Organisation Menschen in Deutschland finanziell, die durch eine Krebserkrankung unverschuldet in Not geraten sind.

Spenden für gemeinsame Herzenswünsche

Der Schicksalsbericht des tapferen kleinen Mädchens aus Tuttlingen wurde uns von FKH-Sonnenherz zugesandt und die Veröffentlichung soll helfen, dass Spenden für die Familie zusammenkommen – für ein paar gemeinsame Wünsche, solange die Zeit noch bleibt.

Der Albtraum beginnt am ersten Weihnachtsfeiertag 2021, erinnert sich Alinas Mutter Deborah (36). „Meine Kleine (2) ist immer gestolpert. Sie konnte nicht laufen und hatte riesige Pupillen.“ Wahrscheinlich ein Wachstumsschub, vermuten die besorgten Eltern. Doch Alinas Beschwerden bessern sich nicht – im Gegenteil. Sie werden immer schlimmer. Alina muss sich ständig übergeben. „Immer wenn wir aus dem Auto ausgestiegen sind, hat sie gebrochen.“

Verzweifelte Suche nach einem Kinderarzt

Deborahs Alarmglocken schrillen immer lauter. „Am 27. Dezember habe ich dann gesagt: Jetzt reicht’s! Wir müssen etwas unternehmen“. Die besorgte Mutter ruft bei Alinas Kinderarzt an. Doch es gibt ein Problem: Durch die Corona-Pandemie ist die Praxis völlig überlastet. Deborah versucht es weiter, telefoniert andere Kinderarzt-Praxen in der Region ab. Endlich hat sie Glück. Eine Kinderarzt-Praxis in Tuttlingen bietet am Nachmittag eine Notfall-Sprechstunde an.

„Wie ein Sack Kartoffeln“

Deborah packt ihre Tochter ins Auto und fährt los. „Als wir da waren, musste ich Alina aus dem Auto raushieven“, erinnert sich Deborah mit Tränen in den Augen. „Sie konnte plötzlich nicht mehr laufen. Ich glaube, sie hat mich auch gar nicht mehr erkannt. Sie hing auf meinem Arm wie ein Sack Kartoffeln.“

Der Kinderarzt erkennt sofort: Das ist echter Notfall! „Er wusste sofort was los war und fragte mich: Ist bei den Vorsorgeuntersuchungen nie aufgefallen, dass der Kopfumfang zu groß ist?“ Deborah schüttelt den Kopf. Zwar hatte ihr Kinderarzt sie darauf hingewiesen, dass Alina zu langsam wächst. „Aber meine Kinder sind alle etwas kleiner“, so die dreifache Mutter.

Hinter Alina (heute 4) liegt ein langer Leidensweg und sie muss täglich starke Tabletten nehmen.
Hinter Alina (heute 4) liegt ein langer Leidensweg und sie muss täglich starke Tabletten nehmen. (Bild: Familienkrebshilfe Sonnenherz und Aktion Sonnenherz gemeinnützige UG)

Schock-Diagnose

Alina kommt nach Singen ins Krankenhaus. Dort wird ihr Kopf gründlich untersucht. Bange Stunden der Ungewissheit vergehen. Die Röntgenaufnahmen bestätigen den schrecklichen Verdacht des Arztes: In Alinas Kopf wächst ein Tumor. Ihre Mutter ist geschockt: „Ich konnte es nicht glauben. Ich dachte, vielleicht wurden die Röntgenbilder verwechselt. Wenn ich ehrlich bin, kann ich es bis heute noch nicht glauben.“

Sie erfährt: Der Tumor sitzt genau an der Stelle, wo das Hirnwasser abfließt. Dort hat es sich angesammelt und Alinas Kopf aufgebläht. „Das ist wie bei einem Luftballon“, erklärt Deborah. „Es war Rettung in letzter Minute.“ Für die Ärzte steht fest: Jetzt muss es schnell gehen. Alina soll sofort mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Freiburg gebracht werden. Allerdings ohne ihre Mutter. „Das war echt schlimm für mich. Ich bin zusammengebrochen, als ich das gehört habe.“ Der zuständige Rettungssanitäter versucht sie zu besänftigen. „Er hat mir seine Handynummer gegeben und versprochen, er meldet sich, wenn sie aufgenommen wurde.

Wo ist Alina?

Deborah fährt nach Hause, packt die wichtigsten Sachen und fährt los. Doch in Freiburg angekommen weiß niemand, wo ihre Tochter ist. In ihrer Verzweiflung wählt sie die Nummer des Rettungssanitäters: „Alina liegt auf der Intensivstation“. Am nächsten Tag dann das Gespräch in der Klinik. „Da wurde erklärt, dass Alina operiert und eine Biopsie gemacht wird. Mir war richtig schlecht.“

Doch es gab damals keine andere Möglichkeit: Die Mutter muss unterschreiben. Nur so kann sie ihre kleine Tochter retten. Noch am gleichen Tag wird Alina operiert. Vier lange Stunden warten und bangen. Dann die erlösende Nachricht: Alina hat es überstanden. Die OP ist gut verlaufen.

Alle Therapieversuche scheitern

Doch damit ist es nicht vorbei, denn die Ärzte können den Tumor nicht komplett entfernen. Ein Eingriff an dieser Stelle wäre lebensgefährlich. Alinas einzige Chance ist eine Chemotherapie. „Die Therapie hat sie super mitgemacht. Sie hat gespielt, als ob nichts wäre“, so die Mutter. „Sie war auch nicht müde oder so.“ Nur von ihren Haaren musste sich die Zweijährige verabschieden.

„Sie fielen büschelweise aus. Deshalb haben wir sie ihr abrasiert.“ Auch das lässt Alina tapfer über sich ergehen. Ganz umsonst, wie sich wenig später herausstellt. „Die Ärzte sagten, wir müssen die Chemotherapie abbrechen. Sie hilft nicht“, so Deborah. „Der Tumor ist nicht geschrumpft, sondern von drei auf vier Zentimeter gewachsen und es gibt sogar Metastasen in der Wirbelsäule.“ Die Ärzte wollen es zwar mit einer Bestrahlung versuchen, doch die Heilungschancen sinken. Die Ärzte geben dem kleinen Mädchen noch etwa sechs Monate zu leben.

Kleiner Hoffnungsschimmer

Für Alinas Familie bricht eine Welt zusammen. Deborah will nicht wahrhaben, dass das Leben ihrer Tochter vorbei sein soll, bevor es richtig angefangen hat. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um ihre Tochter zu retten. Mit Erfolg! „Ich habe über Facebook einen Mann kennengelernt, der seit zehn Jahren mit einem Hirntumor lebt“, berichtet sie. „Er sagte, bei ihm wurde eine Mutation festgestellt, für die es eine spezielle Tabletten-Therapie gibt.“

Bei der Familie keimt Hoffnung auf. Hat Alina vielleicht auch diesen Mutanten? Haben Chemotherapie und Bestrahlung deshalb nicht angeschlagen? Deborah will nichts unversucht lassen. Sie bittet die Ärzte nochmals, eine Probe einzuschicken. Und tatsächlich: In Alinas Probe wird die gleiche Mutation festgestellt. Ihre Rettung!

Tapfer ins Leben zurückgekämpft, doch keiner weiß, wie lange alles anhält.
Tapfer ins Leben zurückgekämpft, doch keiner weiß, wie lange alles anhält. (Bild: Familienkrebshilfe Sonnenherz und Aktion Sonnenherz gemeinnützige UG)

Ein medizinisches Wunder

Heute ist Alina vier Jahre alt. Sie kann wieder laufen – auch wenn das linke Bein noch etwas Probleme macht. „Und sie muss jeden Tag diese Tabletten nehmen“, erzählt ihre Mutter. „Alle sagen, Alina sei ein medizinisches Wunder!“ Doch sie weiß: Ganz gesund wird ihre Tochter nie. Deshalb will sie so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen und die Zeit, die ihnen noch bleibt, genießen. Alina Wünsche erfüllen, mit ihr in den Zoo fahren oder Ausflüge machen – das wünscht sich Deborah so sehr. Doch dafür fehlt der Familie das Geld.

Spendenaktion

Deshalb hat die FKH-Sonnenherz eine Spendenaktion initiiert, deren Gelder zu 100 Prozent an Alina und ihre Familie weitergeleitet werden: Familienkrebshilfe Sonnenherz IBAN: DE98 7016 9614 0002 5988 68 BIC: GENODEF1FSR Verwendungszweck: „Helft Alina“

Um eine Spendenbescheinigung zu erhalten, sollte im Verwendungszweck die vollständige Adresse angegeben werden. Der Organisation Sonnenherz liegt Transparenz besonders am Herzen. Hilfsbereite Spender sollen wissen, dass ihre Unterstützung genau dort ankommt, wofür sie es vorgesehen haben – und zwar im vollen Umfang.

Sich von gebrauchten Büchern trennen und Gutes tun

Alle Informationen zur Organisation sind unter www.fkh-sonnenherz.de zu finden. Unterstützen kann man auch das Projekt Bücherherz. Gespendete Bücher werden zu einem fairen Preis verkauft. 25 Prozent des Erlöses werden an die Familienkrebshilfe Sonnenherz gUG gespendet und unterstützen somit die Projekte. Weitere Informationen: www.bücherherz.de.

(Quelle: Familienkrebshilfe Sonnenherz und Aktion Sonnenherz gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)