Langanhaltender Dauerregen Unwetterlage im Landkreis Sigmaringen

Unwetterlage im Landkreis Sigmaringen
Der Starkregen lies Teile von Messkirch überflutet. Die Einsatzkräfte sind rund um die Uhr vor Ort. (Bild: Landkreis Sigmaringen)

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Seit dem 31. Mai ca. 18.00 Uhr sind die Hilfsorganisationen des Landkreises aufgrund der Unwetterlage mit langanhaltendem Dauerregen mit ca. 300 Einsatzkräften im Dauereinsatz.

Schwerpunkte bei den rund 100 Einsatzstellen zeichneten sich im Einzugsgebiet der Ablach im Bereich von Sauldorf, Meßkirch, Krauchenwies und Mengen als auch der Donaunebenflüsse in der Raumschaft Bad-Saulgau / Herbertingen ab.

Mit vier Hilfeleistungszügen der Feuerwehren hilft bzw. half der Landkreis im Bodenseekreis und im Landkreis Ravensburg in Meckenbeuren, Wangen, Kißlegg und Bad Waldsee aus, auch mit rund ca. 40.000 gefüllten Sandsäcken, die in die Schwerpunkte in die Nachbarlandkreise Ravensburg, Bodenseekreis und Biberach gefahren wurden.

Vier Sandsackfüllanlagen aus Tuttlingen, Reutlingen, Hüfingen sowie aus Hohentengen sind bzw. waren zu Spitzenzeiten in Ostrach in Betrieb und füllten ca. 5.000 Sandsäcke in der Stunde ab, die dann in logistischer Hochleistung von dort in die verschiedenen Einsatzstellen in die Landkreise sowie die Gemeinden im Kreisgebiet verbracht werden.

Koordiniert werden die Einsätze von den drei neu gegründeten Stabsgruppen Ost/West/Mitte unter der Leitung des Kreisbrandmeisters und dessen Stellvertretern. Nachdem die Wetterentwicklung seit Anfang der Woche eng beobachtet wurde, konnte das Lagenzentrum im Rettungszentrum Mengen bereits frühzeitig einberufen und über die Tage rund um die Uhr besetzt werden. Ca. alle 12 Stunden wechseln sich die Stabsgruppen im Schichtdienstbetrieb ab.

Trotz der weiterhin angespannten Wetterlage zeichnet sich im am Samstagabend eine leichte Entspannung ab, wobei für die Nacht auf Sonntag und im Verlauf des Tages wieder weitere starke Regefälle gemeldet sind. Somit kann nicht mit einem raschen Einsatzende gerechnet werden. Der über Tage dauernde Einsatz belastete die hoch engagierten Einsatzkräfte aus allen Feuerwehren des Landkreises, der Hilfsorganisationen, des THW und der Notfallseelsorge in außergewöhnlichem Maße.

Durch das schnelle und professionelle Eingreifen aller Beteiligten konnte größerer Schaden bisher vermieden und abgewehrt werden.

(Pressemitteilung: Landkreis Sigmaringen)