Polizei warnt vor Gerüchten Fake-News bringen Mann in Misskredit

Fake-News bringen Mann in Misskredit
Eine falsche Meldung in sozialen Netzwerken brachte in Sigmaringen einen Mann in Verruf. Die Polizei klärt auf: Von einer Gefahr für Kinder konnte keine Rede sein. (Symbolbild: Aliaksandr Litviniuk / iStock Editorial / Getty Images Plus)
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Eine rasch über die sozialen Medien verbreitete Falschmeldung hat einen Mann am Montag im Sigmaringer Stadtgebiet in Misskredit gebracht.

Bei der Polizei wurde kurz nach 17 Uhr gemeldet, dass der Fahrer eines schwarzen Kombis im Wohngebiet Wachtelau Kinder ansprechen und in sein Fahrzeug locken würde.

Während die Beamten der Sache auf den Grund gingen, verbreiteten Unbekannte in den sozialen Medien Bilder des Mannes und dessen Fahrzeugs mit Kennzeichen, verbunden mit einer Warnung. Diese Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer und sorgte dafür, dass beim Polizeirevier Sigmaringen zahlreiche Anrufe eingingen.

Bei den polizeilichen Ermittlungen stellte sich kurz darauf jedoch heraus, dass der Fahrer des schwarzen Kombis zum Zwecke eines Privatkaufs eine Wohnanschrift suchte und die Hausnummer nicht finden konnte. Er sprach daher eine Frau mit Kind im Bereich eines Spielplatzes an, die ihm das besagte Haus zeigte. Angaben der Frau und eines weiteren Zeugen zufolge fuhr der Mann dorthin und tätigte den Kauf. Dass der Mann Kinder angesprochen oder angelockt haben soll, hat sich nicht bestätigt.

Derzeit wird von den Ermittlern die Einleitung von Strafverfahren wegen übler Nachrede geprüft, da die Verbreitung der Bilder in den sozialen Medien den Ruf des Mannes geschädigt hat.