Die Ambulanten Dienste der Stiftung Liebenau bestehen im Landkreis Sigmaringen seit 15 Jahren. Das Angebot unterstützt Menschen mit Einschränkungen beim selbstbestimmten Leben.
Vor 15 Jahren begann die Stiftung Liebenau mit dem Aufbau eines ambulanten Unterstützungsangebots für Menschen mit Einschränkungen im Landkreis Sigmaringen. Seitdem wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut. Aktuell werden elf Personen in ihrem eigenen Wohnraum begleitet sowie sieben Menschen im „Begleiteten Wohnen in Familien“ unterstützt. Darunter befinden sich auch zwei Kinder. Eine Gastfamilie bietet einer Mutter mit Unterstützungsbedarf und ihrer Tochter ein gemeinsames Zuhause.
Die positive Entwicklung wurde von Beginn an durch eine enge Vernetzung im Sozialraum unterstützt. So engagierte sich Pfarrer Einsiedler von der katholischen Kirchengemeinde in direkter Nachbarschaft für das Angebot. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Mengen verlief von Anfang an reibungslos. Darüber hinaus unterstützte das Landratsamt Sigmaringen das neue Angebot kontinuierlich.
Vielfalt im Mittelpunkt
Beim Festakt in den Räumen der „Lebensräume für Jung und Alt“ begrüßte Christian Kiebler, Mitglied der erweiterten Geschäftsführung der Liebenau Teilhabe, zahlreiche Gäste. „Die Ambulanten Dienste sind sehr vielfältig aufgestellt, Maßstab ist hier immer, dass der Mensch im Mittelpunkt steht“, sagte Kiebler.
Neben dem fünfköpfigen Team und der Einrichtungsleitung nahmen auch viele Klientinnen und Klienten sowie Ehrenamtliche und Gastfamilien an der Jubiläumsfeier teil. Ein Beispiel für die langjährige Verbundenheit ist der 56-jährige Georg Wagenblast. Er gehört zu den ersten Klienten und wird bis heute von den Ambulanten Diensten begleitet.
Inklusion im ländlichen Raum
Mengens Bürgermeister Philip Schwaiger betonte die Bedeutung einer dezentralen Versorgung für Menschen mit Behinderungen, insbesondere im ländlichen Raum. Eine wichtige Säule sei dabei die ambulante Betreuung.
„Ich bin stolz, dass wir hier in Mengen eine so gute Betreuungsstruktur haben und Inklusion mit viel Herzblut gelebt wird“, sagte Schwaiger. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er dem Team eine selbst gebackene „Fünfzehn“ und ermutigte die Mitarbeitenden mit den Worten: „Machen Sie weiter so.“ Sein Dank galt zudem den zahlreichen Ehrenamtlichen und Gastfamilien, die einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Angebots leisten.
Puppentheater sorgt für gute Stimmung
Für Unterhaltung sorgte die Ostracher Puppenbühne mit dem Stück „Des Königs verschwundene Unterhose“. Die Geschichte um einen König, der seine goldene Unterhose vermisst, und seinen treuen Diener Johan brachte die Gäste zum Schmunzeln und sorgte für eine heitere Atmosphäre.
Beim anschließenden Ausklang mit Getränken und kleinen Snacks nutzten die Besucher die Gelegenheit für persönliche Gespräche und den gemeinsamen Austausch.
(Quelle: Stiftung Liebenau)