Berufsorientierung mit Praxisbezug Klinikum und Realschule in Wangen starten Partnerschaft
Das Westallgäu-Klinikum und die Johann-Andreas-Rauch-Realschule in Wangen haben eine Bildungspartnerschaft vereinbart. Geplant sind Praktika und Einblicke in Klinikberufe.

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16 Neuntklässlerinnen der Johann-Andreas-Rauch-Realschule haben bei einem Rundgang durch das Westallgäu-Klinikum bereits Einblicke in die Geburtshilfe und einen Operationssaal erhalten. Die Schülerinnen belegen das Wahlpflichtfach Alltagskultur, Ernährung und Soziales (AES), in dem unter anderem Erziehung und Pflege behandelt werden. Der Besuch fand anlässlich der Unterzeichnung einer neuen Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Klinik statt.
Mit der Vereinbarung wollen beide Einrichtungen ihre bisherige Zusammenarbeit ausbauen und die Berufsorientierung stärker mit praktischen Erfahrungen verbinden. Mehr als 800 Schülerinnen und Schüler besuchen die Realschule. Künftig sollen feste Ansprechpartner im Klinikum, regelmäßige Begegnungen und gezielt organisierte Praktikumsmöglichkeiten den Zugang zu Berufen im Gesundheitswesen erleichtern.
Praktika und Einblicke in den Klinikalltag
Praktika im Westallgäu-Klinikum waren bereits bisher möglich. Neu ist die verbindlich geregelte Zusammenarbeit: Schule und Klinik wollen ihre Aktivitäten künftig enger abstimmen, Bedarfe frühzeitig erkennen und Praktikumsplätze gezielter planen.
Ludwig Reichelt aus dem Team Leitung Pflege- und Prozessmanagement am Westallgäu-Klinikum betont die Bedeutung des direkten Kontakts. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Realschule Wangen und laden jede Schülerin und jeden Schüler aus Wangen und Umgebung herzlich dazu ein, bei uns hineinzuschnuppern und unsere Klinik kennenzulernen“, sagte Reichelt.
Die Jugendlichen sollen dabei nicht nur einzelne Berufsbilder kennenlernen, sondern auch erfahren, wie Patienten versorgt und therapiert werden und wie die verschiedenen Bereiche eines Krankenhauses zusammenarbeiten.
Neben der klassischen Pflegefachausbildung möchte das Klinikum weitere Ausbildungswege aufzeigen. Eine Ausbildung bei der Oberschwabenklinik (OSK) bietet zudem Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung und zum Erwerb zusätzlicher Qualifikationen.
Zweite Bildungspartnerschaft mit einer städtischen Schule
Nach der Gemeinschaftsschule ist die Johann-Andreas-Rauch-Realschule die zweite städtische Schule, mit der das Westallgäu-Klinikum eine vertraglich geregelte Bildungspartnerschaft eingeht.
Rektor Heiko Kloos sieht darin eine Ergänzung der bisherigen Berufsorientierung. „Wir haben schon einige Kooperationspartner, nur unser städtisches Krankenhaus hat uns offiziell noch gefehlt und damit eine wichtige Institution in der Stadt, weil wir den Schülerinnen natürlich auch Praktikumsplätze in sozialen Berufen mit großer Sinnhaftigkeit ermöglichen und anbieten möchten“, sagte Kloos.
Gerade in sozialen und pflegerischen Berufen seien praktische Erfahrungen wichtig, damit Jugendliche die Tätigkeiten nicht nur aus dem Unterricht kennen.
Die Schule möchte ihren Schülern ermöglichen, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und herauszufinden, welche Tätigkeiten zu ihren Interessen und Fähigkeiten passen. Für das Klinikum bietet die Kooperation zugleich die Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen. Insbesondere die Pflegeausbildung kommt für Jugendliche mit einem guten Realschulabschluss als beruflicher Einstieg infrage.
Klinikum soll auch in der Schule präsent sein
Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf Besuche und Praktika im Krankenhaus. Das Westallgäu-Klinikum kann sich künftig auch bei Berufsinformationstagen und im regelmäßig stattfindenden Bildungscafé der Realschule vorstellen.
Darüber hinaus ist ein fachlicher Austausch mit den Lehrkräften vorgesehen, etwa zu Bewerbungstrainings, beruflichen Anforderungen und den Kenntnissen, die für einen erfolgreichen Ausbildungsbeginn hilfreich sind.
Für Kloos gehört die Zusammenarbeit mit Betrieben und Einrichtungen vor Ort zur schulischen Berufsorientierung. „Der Blick über den Tellerrand ist wichtig für uns als Schule“, betonte der Rektor.
Auch die Möglichkeit, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz in der eigenen Stadt zu finden, spielt für ihn eine Rolle. „Und wenn man einen Arbeitsplatz vor der Haustür finden kann, ist das umso besser.“
(Quelle: OSK)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 06.11.2026, 16:14 Uhr





