Palina Holzer ist das 500. Baby des Jahres im Westallgäu-Klinikum in Wangen. Das Mädchen kam am 4. September gesund zur Welt und wog 3950 Gramm.
Freudestrahlen herrschte in der Geburtshilfe des Westallgäu-Klinikums, als Palina Holzer am 4. September um 17.23 Uhr zur Welt kam. Bei ihrer Geburt war sie 53 Zentimeter groß und 3950 Gramm schwer.
Für Anna und Martin Holzer aus Herfatz, 31 und 32 Jahre alt, ist Palina die zweite Tochter. Bereits vor zwei Jahren hatte Anna Holzer die kleine Charlotta ebenfalls in Wangen zur Welt gebracht.
Zweite Geburt verlief schneller
Während die erste Geburt 22 Stunden dauerte, ging es diesmal deutlich schneller. „Um 11.30 Uhr war ich in der Klinik, sechs Stunden später war Palina da. Es war eine natürliche, spontane Geburt, alles lief komplikationslos, ich bin einfach nur glücklich“, sagt Anna Holzer.
Die Mutter arbeitet selbst als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bei den Fachkliniken Wangen und kümmert sich dort beruflich um Kinder, die an Atemwegserkrankungen und Allergien leiden. Ihre Ausbildung hatte sie am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg und an der Gesundheitsakademie in Weingarten absolviert.
Großes Lob für das Klinikteam
Auch mit der medizinischen und pflegerischen Versorgung im Westallgäu-Klinikum war Anna Holzer sehr zufrieden: „Wir wurden topp-betreut, ich bin mehr als nur zufrieden und möchte der ganzen Geburtshilfe ein großes Kompliment machen. Meine Gynäkologin Fachrolsadat Mohammadzadeh kannte ich schon von der ersten Geburt, auch Marie Diatta hat tolle Arbeit geleistet, sie ist eine großartige, richtig coole Hebamme. Es war alles sehr vertraut und so, wie man es sich vorstellt“, sagt Anna Holzer.
Sie führt aus: „Jede Frau weiß: Eine Geburt ist nie ein Traum. Beim ersten Mal hatte ich eine PDA und es war sehr anstrengend, aber das Team hatte immer alles im Griff. Beim zweiten Mal weiß man, was auf einen zukommt oder zukommen kann, und es geht oft leichter. Ursprünglich wollte ich gar nicht in einer kleineren Klinik entbinden, wollte für alle Fälle die Anbindung einer Kinderklinik in einem großen Krankenhaus haben. Als wir 2024 dann beim Baby-Infoabend und der Kreißsaalvisite in Wangen waren, das Westallgäu-Klinikum ist ja direkt in der Nachbarschaft, habe ich mich sofort umentschieden. Vom ersten Moment an habe ich mich hier wohlgefühlt und mir dann gesagt: Hier ist es nett, hier bleibe ich, ich schaue mir gar kein anderes Krankenhaus mehr an.“
Ihr Mann, ein gebürtiger Wangener, der als Automatisierungstechniker bei Diehl Controls arbeitet, bestärkte sie darin.
Blumen lieber für die Mitarbeiterinnen
Chefärztin Dr. Tina Cadenbach-Blome überreichte Anna Holzer anlässlich der 500. Geburt einen Blumenstrauß. Der gebürtigen Tettnangerin war die Aufmerksamkeit nach eigenen Worten fast unangenehm.
„Ich habe mich natürlich sehr gefreut darüber, aber dann dachte ich, ich bin im Prinzip die falsche Adressatin. Ich habe ja gar nichts getan dafür. Eigentlich sollte man den Menschen, die hier in der Klinik arbeiten, öfters mal Blumen schenken und ihnen danken – zumal das Personal hier auch noch die Patientinnen aus Tettnang auffängt, wo die Klinik geschlossen wurde. Hier ist ganz schön Betrieb, die Gynäkologie leistet sehr viel und macht es super.“
500. Geburt drei Wochen früher
Die Frauenklinik in Wangen sieht sich durch diese Rückmeldung und die stabilen Geburtenzahlen am Westallgäu-Klinikum bestätigt. „Wir danken der Familie Holzer für ihr Vertrauen in unsere Klinik und gratulieren ihnen aus ganzem Herzen“, sagte Chefärztin Dr. Tina Cadenbach-Blome.
„Gerade von einer Kollegin und Mutter, die als Kinderpflegerin vom Fach ist, ist so eine positive Rückmeldung natürlich doppelt schön. Unsere steigenden Geburtenzahlen stimmen uns selbstverständlich zufrieden. Dass wir in diesem Jahr unsere 500. Geburt drei Wochen früher notieren können, hat nicht nur mit der Schließung von Tettnang zu tun. Die Mütter haben ja auch weiterhin die Wahl, zudem sind die Geburtenquoten überall im Land weiter rückläufig. Es hat auch damit zu tun, dass wir unser Image als familiäre, sanfte und natürliche Geburtshilfe auch leben. Die Mütter spüren das, sie kommen zu uns, und das macht uns stolz.“
(Quelle: Oberschwabenklinik gGmbH)