VR-Banken sind zuverlässiger Partner für die Region

VR-Banken sind zuverlässiger Partner für die Region
vlnr: Klaus Remensperger (Vorstand BZV), Franz Schmid (Vorstandsvorsitzender BZV), Jürgen Strohmaier (Vorstand BZV) (Bild: BZV)

WOCHENBLATT

Die 10 Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Bezirksvereinigung Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen haben im Geschäftsjahr 2022 erneut ihre Kraft im operativen Geschäft unter Beweis gestellt und konnten in allen Bereichen solide zulegen.  

War es in den Jahren 2020 und 2021 vor allem die Covid-19-Pandemie, die zu weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen beitrug, war es im Jahr 2022 der Ukraine-Krieg und die anziehende Inflation. „Auch wenn die Energiepreise vermutlich ihre Höchststände überschritten haben, wird uns die Inflation noch eine Zeit begleiten. Zarte Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung schickt trotz aller geopolitischen Verwerfungen die Konjunktur.

Unterm Strich bleibt der noch im vergangenen Jahr befürchtete Wirtschaftseinbruch in Deutschland aus,“ zeigt sich Franz Schmid, Vorstandsvorsitzender der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken in der Region Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen (BZV), optimistisch.

Solide Zuwächse in allen Bereichen

Im Kreditgeschäft und Einlagengeschäft wurden im Jahr 2022 hohe Wachstumszahlen erzielt und setzen den Wachstumstrend der letzten Jahre fort. Vor allem zeigt sich ein deutliches Wachstum der bilanziellen Einlagen mit 317 Mio. Euro auf 7,11 Mrd. Euro oder 4,7 %. Lediglich die Kundenanlagen bei den genossenschaftlichen Verbundpartnern, im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Börsenkurse bei den Wertpapieranlagen, verzeichneten einen Rückgang von 165 Mio. Euro auf 4,3 Mrd.

Die Kreditnachfrage im Langfristbereich bleibt ungebremst: So stiegen die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 628 Mio. Euro auf 8,35 Mrd. Euro (+8 Prozent). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken der Bezirksvereinigung stieg im Jahr 2022 auf 9,97 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 6,2 Prozent entspricht.

Eigenkapitalbasis trotz der turbulenten Zeiten weiter gestärkt

Besonders erfreulich ist die Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals: Dieses konnte im Vergleich zum Vorjahr, trotz sehr schwierigem Umfeld, weiter um 1,9 Prozent auf 969 Millionen Euro gesteigert werden. Die überdurchschnittliche Eigenkapitalbasis, mit einer sehr soliden bilanziellen Eigenkapitalquote von 9,7 Prozent, liegt weit über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Banken auch in Krisenzeiten robust und selbstständig agieren können. „Die aktuellen Verwerfungen auf dem Finanzmarkt haben eindrücklich gezeigt, wie wichtig stabile Banken zur Stärkung der Wirtschaft und dem Erhalt von regionalen Strukturen sind,“ so Jürgen Strohmaier, Vorstand der BZV.

Zuverlässiger Partner in der Krise

Das gesamte Kundenvolumen – Kredite, Einlagen und Verbundgeschäft summiert – stieg um 4,1 Prozent auf 19,76 Milliarden Euro an. Die KfW-Corona Förderkredite schlugen im Jahr 2022 mit 19 Millionen Euro (Vorjahr 43 Mio. Euro) zu Buche. Insgesamt wurden allein über die KfW in den Coronajahren 170 Mio. Euro Kredite an die gewerbliche Wirtschaft vergeben.

„Gerade die zurückliegenden Krisenmonate und -jahre stellten die Bedeutung der Genossenschaftsbanken als wertvoller Partner der mittelständischen Wirtschaft unter Beweis. Die Konzentration auf unsere jeweiligen Geschäftsgebiete, die Nähe zu unseren Kunden sowie die starke Mitgliederorientierung haben uns zu einem zuverlässigen Partner in der Krise gemacht“, sagte Schmid, und: „Nach wie vor bieten VR-Banken in Verbindung mit dem genossenschaftlichen Institutsschutz aktuell einen der höchsten Standards im europäischen Bankensystem, was Anlegerschutz bedeutet.“

Solides Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis konnte mit 74 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresergebnis gehalten werden. Besonders unter Druck waren die Wertpapierdepots der Banken, die unter dem starken Zinsanstieg, den es in seiner Kürze und Stärke bisher nicht gab, litten.  Vorübergehende Abschreibungen, die sich bei Fälligkeit der Papiere wieder auflösen, gaben Bremsspuren im Jahresergebnis. „Qualitätswachstum, konsequentes Kostenmanagement, digitaler Wandel und ganz wichtig: persönlich, für und mit unseren Kunden agieren, sind unsere Erfolgstreiber“ so Klaus Remensperger, Vorstand der BZV. „Das macht uns zu einer der am stärksten wachsenden Bankengruppe“.

Nachhaltigkeit fest in der Bankenstrategie verankert

Die Transformation unserer Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Genossenschaftsbanken begleiten die regionale Wirtschaft, insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen, das Handwerk und die Landwirtschaft, als Transformationspartner und verlässlicher Kreditgeber bei ihren Investitionsvorhaben und -erfordernissen.

Für die Volksbanken und Raiffeisenbanken ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Nachhaltigkeitsziele integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Hierzu hat der BVR, als Dachverband der Genossenschaftsbanken in Deutschland, ein bankenspezifisches Nachhaltigkeitssystem entwickelt, das an die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen ausgerichtet ist. Auf einem hierauf entwickelten Reifegradfächer können die Fortschritte dokumentiert werden. Die Banken können sich damit gut miteinander vergleichen.

„Es ist ein Kraftakt für unsere Gesellschaft, der sich lohnt.  Gemeinsam können wir einen spürbaren Beitrag zur Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen in unserer Region und einer klimafreundlichen sowie zukunftsfähigen Wirtschaft leisten“, zeigt sich Jürgen Strohmaier zuversichtlich.

Leichtes Wachstum der Mitgliederzahlen

Die Zahl der Mitglieder der 10 BZV-Banken ist mit 166.184 Mitgliedern weiter auf einem hohen Niveau. „Wir sind somit die größte Personenvereinigung in unseren Landkreisen“ erklärt Lothar Hanser stolz. Die Zahl der Mitarbeiter ist mit 1024 Mitarbeitern (Vorjahr 1019) leicht gestiegen. Sehr erfreulich ist die nach wie vor hohe Ausbildungsquote. Sie beläuft sich auf 10 Prozent (106 Auszubildende). „Geringe Fluktuationsraten und langjährig tätige Mitarbeiter zeigen die Attraktivität der Genossenschaftsbanken als Arbeitgeber und garantieren dadurch langfristig feste Ansprechpartner für unsere Kunden,“ so Franz Schmid.

Baufinanzierungen spielen immer noch eine große Rolle

Als Bank vor Ort setzten die BZV-Banken ihre Entwicklung im Bereich Wohnbaufinanzierung auf hohem Niveau fort. Insgesamt 4.096 Baufinanzierungen (Vorjahr 4.645) ermöglichten den Erwerb, die Renovierung, die energetische Sanierung oder den Bau selbst genutzter oder vermieteter Häuser und Wohnungen. Das gestiegene Zinsniveau fordert auch hier seinen Tribut.

Seit Sommer wurde ein deutlicher Einbruch der Finanzierungsanfragen mit über 50 % verzeichnet. „Die gestiegenen Zinsen rückt für viele Bauwillige den Traum vom Eigenheim in weite Ferne. Unsere Beratungsstrategie der letzten Jahre mit dem Einsatz langfristiger Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren zahlt sich jetzt für unsere bestehenden Baufinanzierungskunden aus,“ ist sich Klaus Remensperger sicher.

(Pressemitteilung: BZV)