Kreativität auf Schloss Achberg Kunstcamp begeistert 37 Jugendliche in Achberg

Kunstcamp begeistert 37 Jugendliche in Achberg
Beim Kunstcamp auf Schloss Achberg gestalten Jugendliche im Workshop „Blacklight Painting“ eigene Kunstwerke mit leuchtenden Neonfarben. (Bild: PH Weingarten)
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Beim 21. Kunstcamp auf Schloss Achberg arbeiteten 37 Jugendliche in fünf kreativen Workshops. Das Projekt von PH Weingarten und Landkreis Ravensburg fand erneut großen Anklang.

Ein buntes Zeltlager vor dem Schlosseingang prägte während des Kunstcamps das Bild. Auf der Wiese arbeiteten Jugendliche mit selbst gestalteten Schablonen und verschiedenfarbigen Spraydosen an eigenen Graffiti-Werken. Workshop-Leiter Jonas Schoepe führte sie gemeinsam mit den Studierenden Lovrena Müller und Almira Begic in die Grundlagen ein.

„Wir sind mit elf Teilnehmenden der größte Kurs“, freut sich Jonas. Die Jugendlichen erlernten wichtige Grundlagen und entwickelten eigene Styles. Bereits gestaltete Flächen und Leinwände zeigten ihren Ideenreichtum und ihre Schaffensfreude.

Insgesamt kamen 37 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren aus ganz Baden-Württemberg und anderen Regionen zum 21. Kunstcamp. „Etwa 70 Prozent der Teilnehmer:innen sind ‚Wiederholungstäter:innen‘, 30 Prozent sind zum ersten Mal dabei“, berichtet Professor Dr. Christian Römmelt.

Römmelt übernimmt Kunstcamp

Der PH-Professor für Kunst und ihre Didaktik hat das Projekt in diesem Jahr von PH-Kunstprofessor Dr. Martin Oswald übernommen. Oswald hatte das Kunstcamp 2005 ins Leben gerufen und über 20 Jahre hinweg fest etabliert und weiterentwickelt. Veranstaltet wird es von der Pädagogischen Hochschule Weingarten und dem Landkreis Ravensburg.

„In dem Projekt Kunstcamp steckt viel Leidenschaft aller Beteiligten. Das Erfolgskonzept mit dem engagierten Organisationsteam um Valentin Oswald und Julie Koch sowie Vertretern des Landkreises hat sich bewährt, daran werden wir nicht viel ändern. Never change a running system“, sagt Professor Römmelt.

Künftig möchte er das Kunstcamp gerne im Wechsel mit seiner PH-Kunst-Kollegin, Kunstpädagogin Professorin Dr. Christiane Schmidt-Maiwald, führen. Die Veranstaltung werde auch in Zukunft während der Sommerferien im August oder September stattfinden. Wie bei früheren Kunstcamps sollen zudem wieder externe Workshop-Leiterinnen und -leiter sowie Künstlerinnen und Künstler einbezogen werden.

„Aktuell befragen wir die Teilnehmenden darüber hinaus, welche Kursangebote besonders beliebt und beibehalten werden sollten, oder welche neuen Angebote gewünscht werden“, so Professor Römmelt.

Theorie und Praxis für Studierende

Auch für die PH-Kunststudierenden ist das Kunstcamp ein wichtiges Projekt, da es Theorie und Praxis miteinander verbindet. Die Studierenden engagieren sich ehrenamtlich als Workshop-Leitende und bereiten die Angebote jeweils im Sommersemester detailliert in Begleitseminaren vor. Zudem kümmern sie sich um die Materialbeschaffung.

„In diesem Jahr haben Professor Oswald und ich das Vorbereitungsseminar gemeinsam durchgeführt – das war die ideale Grundlage für eine gelungene Übernahme“, berichtet Professor Römmelt. Das Kunstcamp passe bestens in das Konzept der PH, qualitätvolle Lehre anzubieten. Die angehenden Lehrkräfte hätten dadurch die Möglichkeit, Kunstpädagogik auch außerhalb der Schule und der Hochschule zu leben.

Zum Kunstcamp gehörte außerdem das gesellige Beisammensein im Zeltlager. An den Abenden standen Lagerfeuer, Spiele, Olympiaden oder Stockbrot-Backen auf dem Programm. Für die Verpflegung sorgte Sibylle Bezold vom Schlosscafé mit frisch gekochten Speisen aus regionalen Zutaten.

Fünf unterschiedliche Workshops

Neben dem Graffiti-Workshop „Buchstaben, Charaktere und Hintergründe – Sprühen, Gestalten und Entdecken“ standen vier weitere Angebote zur Auswahl. „Die Teilnehmenden sind erfüllt von kreativem Tatendrang und arbeiten nicht selten auch noch abends weiter“, berichten Kursleiterinnen.

Im Workshop „Mosaik – deine Welt aus 1000 bunten Steinen“ arbeiteten die Teilnehmenden unter Anleitung der Studierenden Irem Bayram, Nisa Özdemir, Yasemin Erdem und Coralinda Schoberth mit Farben, Formen und Mustern. Mit unterschiedlichen Mosaiksteinen gestalteten sie unter anderem eigene Figuren aus Porenbeton und verzierten Blumentöpfe.

Kulissen für Fotos, Filme und kreative Videos entstanden in der „Weltbauwerkstatt – zwischen Kulisse und Kamera“ mit den Studierenden Linda Nikischin, Alexandra Krepart und Jessica Kravzov. Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen, übernahmen die Programmplanung, bauten Kulissen, fertigten Kostüme und kümmerten sich um die technischen Belange. „Es macht großen Spaß und die Zeit rennt uns fast davon.“

Kunst mit Neonfarben und Natur

Im Workshop „Blacklight Painting – Unscheinbar bei Tag. Magisch bei Nacht“ mit den Studierenden Svenja Chares, Laura Weizenegger und Liljana Schmidhäuser entstanden persönliche Kunstwerke mit Pinseln, Stiften und leuchtenden Neonfarben. Unter UV-Licht entfalteten die Arbeiten ihre besondere Wirkung.

Mit allen Sinnen ging es beim Workshop „Outdoor Art: Vier Sinne – ein Weg“ in die Natur. Die studentischen Workshop-Leiterinnen Selina Wiebe, Jule Braunger und Lilly Mayer zeigten, was sich beim Sehen, Hören, Riechen und Tasten entdecken lässt. Die Teilnehmenden sammelten Materialien und Eindrücke aus der Natur, aus denen ein Kunsterlebnisweg entstehen sollte.

Seinen Abschluss feierte das diesjährige Kunstcamp mit einer öffentlichen Vernissage. Dort wurden die vielfältigen künstlerischen Arbeiten aus den fünf Workshops präsentiert.

(Quelle: PH Weingarten)