Der aktive Sportler Markus Hermel ließ sich vor fünf Jahren gegen Covid impfen. Leider hat die Impfung bei ihm schwerwiegende gesundheitliche Folgen hinterlassen. Mit dieser GoFundMe-Kampagne soll Geld gesammelt werden, damit der Mann aus Lindenberg wieder auf die Beine kommt.
Millionen Menschen haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen und nur leichte Nebenwirkungen verspürt. Doch einige Patienten trugen bleibende Schäden davon. Viele Anträge auf Anerkennung von Impfschäden wurden gestellt, die meisten leider abgelehnt.
Von der Agilität in die Krankheit
Wie viele andere Menschen wurde Hermel damals von unterschiedlichen Motiven geleitet: In der Pandemie Solidarität zu zeigen, den alltäglichen Erleichterungen für Geimpfte, dem Schutz vor einer schweren Infektion und einfach um ein Stück der verlorenen Freiheit und Normalität zurückzugewinnen. Leider kam alles ganz anders. Der ehemals agile Bergsteiger leidet unter Post-Vac, Long-Covid, ME-CFS.
Das sind miteinander verwandte, chronische Krankheitsbilder, die schwere Erschöpfungszustände und vielfältige neurologische Symptome auslösen können.
Sämtliche Kräfte sind nahezu aufgebraucht
Seit der Impfung leidet Markus Hermel. Unzählige Behandlungen musste er über sich ergehen lassen – größtenteils ohne den erhofften Erfolg, heißt es in dem Aufruf auf GoFundMe. Hinzu kam eine chronische Corona-Infektion, welche nach Überlastung immer wieder ausbricht und alles verschlimmert. Heute sind seine körperlichen und mentalen Kräfte nahezu restlos aufgebraucht. Seit Ende Oktober prägt das schwere Krankheitsbild ME-CFS nun seinen Alltag.
Während die Impfungen für viele Menschen einen wichtigen Schutz darstellten, gab es auch Menschen wie Markus, die schwere gesundheitliche Folgen erlitten haben. Ihr Schicksal verdient neben Aufmerksamkeit auch Mitgefühl und Unterstützung, so Martin Giray, der zu der Kampagne aufgerufen hat.
Die bittere Realität: Alleingelassen mit den Folgen
Während Solidarität damals großgeschrieben wurde, stehen Betroffene wie Markus heute oft isoliert da. Staatliche Unterstützung erhält er bislang nicht, und die Kosten für spezialisierte Behandlungen sind extrem hoch und werden von den Krankenkassen leider nicht übernommen, heißt es weiter. Das betrifft sowohl Betroffene von Post-Vac, Long-Covid als auch ME-CFS, unabhängig vom Auslöser.
Dennoch geben genau diese Therapien Hoffnung: Vergleichbare Fälle zeigen, dass eine deutliche Besserung möglich ist. Die vorherigen Fehler bei Behandlungen wurden verstanden und nun könnte wesentlich zielgerichteter therapiert werden.
Wie sieht der Alltag von Markus aktuell aus?
Wer Markus von früher kennt weiß, wie aktiv und sportlich er war: Er war ständig in den Bergen unterwegs, liebte Skitouren und Pulverschnee, war leidenschaftlicher Mountainbiker, schaufelte Trails für die Allgemeinheit, war gerne beim Langlaufen, kraxelte auf Klettersteigen und liebte die Natur. Heute ist sein Leben radikal eingeschränkt:
- Extreme Erschöpfung: Schon nach wenigen Minuten geistiger Anstrengung ist er völlig ausgelaugt. Treppensteigen ist eine enorme Hürde – nach 20 Stufen fehlt den Muskeln jede Kraft.
- Dauerhafter Alarmzustand: Durch schwere neurologische und immunologische Beschwerden (darunter entzündliche Reaktionen im Gehirn und in den Blutgefäßen) befindet sich sein Nervensystem im Daueralarm. Er kommt trotz totaler Erschöpfung kaum zur Ruhe oder in den Schlaf.
- Reizüberflutung & Lichtempfindlichkeit: Häufig verbringt er den Tag in abgedunkelten Räumen. An besseren Tagen schafft er es mit Sonnenbrille für eine gewisse Zeit nach draußen an den See – doch diese Phasen sind selten und unberechenbar.
- Unverträglichkeiten: Selbst kleinste Auslöser wie bestimmte Nahrungsmittel, Säfte, Heilmittel o.ä. aktivieren sein ohnehin belastetes Immunsystem und triggern schwere Schübe. (schweres MCAS)
Spezialisierte Behandlungen sollen helfen
Um Schritt für Schritt zurück ins Leben zu finden, ist Markus dringend auf spezialisierte Behandlungen und Therapien angewiesen, deren Kosten komplett privat getragen werden müssen. Auch Off-Label-Medikamente haben bereits sämtliche finanziellen Reserven aufgebraucht.
„Jetzt ist es an uns, die Solidarität zurückzugeben, die Markus damals gezeigt hat. Lasst uns zusammenstehen und ihn finanziell zu entlasten, damit er sich ganz auf seine Genesung konzentrieren kann“, so Martin Giray auf GoFundMe.
Jede Spende ist wie ein Geschenk und wird dankbar angenommen. Weitere Infos unter www.gofundme.com
GoFundMe ist die weltweit größte Online-Plattform für Crowdfunding und private Spendenaufrufe. Privatpersonen, Organisationen oder Vereine können dort Kampagnen starten, um Geld für medizinische Notfälle, private Schicksalsschläge, Ausbildung, gemeinnützige Projekte oder andere Anliegen zu sammeln.
(Quelle: GoFundMe)