90 Millionen Euro für Netze und Anlagen Stadtwerke Lindau: Konzession für weitere 20 Jahre und große Pläne für die Zukunft

Stadtwerke Lindau: Konzession für weitere 20 Jahre und große Pläne für die Zukunft
Hannes Rösch, Geschäftsführer der Stadtwerke, OB Claudia Alfons und Bauamtsleiter Kay Koschka (von links). (Bild: Stadtwerke Lindau)
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Die Stadtwerke Lindau haben erneut das Nutzungsrecht erhalten, Lindau auch für die nächsten 20 Jahre mit Strom und Gas zu versorgen. Auf dieser Grundlage planen die Stadtwerke bis 2033 umfangreiche Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 130 Millionen Euro.

„Für die Stadtwerke ist die Konzession ein wichtiger Meilenstein, denn ihre wirtschaftliche Basis ist damit für die nächsten 20 Jahre gesichert“, erklärt Hannes Rösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Lindau. Um das Nutzungsrecht zu erhalten, mussten selbstverständlich zunächst einige Anforderungen erfüllt werden, die Rösch als anspruchsvoll und aufwändig beschreibt. „Deshalb bin ich stolz auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass wir dieses Projekt erfolgreich abschließen konnten. Es ist eine Meisterleistung, die im Berufsleben häufig nur einmal erbracht wird.“

Für die offizielle Konzessionsvergabe zuständig ist die Stadt Lindau, die im Rahmen einer Stadtratssitzung darüber abstimmt. „Im Fall der Stadtwerke haben die Stadträtinnen und Stadträte einstimmig beschlossen“, informiert Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons. „Damit beweist die Stadt ihr volles Vertrauen in die Energieversorgung durch die Stadtwerke, die technisch und organisatorisch auf dem neuesten Stand sind.“

Höchste Qualität in den Bereichen Gas, Wasser und Strom

Parallel zur Konzessionsbewerbung haben sich die Stadtwerke in allen drei Versorgungsbereichen – Gas, Wasser und Strom – erfolgreich TSM-zertifizieren lassen. „Dass wir all das gleichzeitig mit der Konzession bewältigt haben, spricht für das außerordentliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, resümiert Hannes Rösch. Die Re-Zertifizierungen für die Gas- und Wasserversorgung erfolgen bereits seit vielen Jahren regelmäßig, die TSM-Bestätigung für den Betrieb der elektrischen Energieversorgungsnetze ist hingegen neu. Damit sind die Stadtwerke mit ihren Strukturen und Kompetenzen nun bestens auf die Vorhaben der nächsten Jahre vorbereitet.

Zukunftsorientierte Investitionen in die Lebensader der Region

Ab 2025 konzentrieren sich die Stadtwerke verstärkt auf Kernaufgabe als Netzbetreiber für Strom, Gas und Wasser. Dabei wird die finanzielle Ertragskraft der Stadtwerke nahezu vollständig für die zukunftsfitte Versorgungssicherheit eingesetzt: Im Budgetplan bis 2033 sind insgesamt rund 90 Millionen Euro für Netze und Anlagen vorgesehen.

Investitionen in Netze und Anlagen für das Jahr 2025 im Detail:

  • Stromnetz: 4,1 Millionen Euro
  • Gasnetz: 1,1 Millionen Euro
  • Wassernetz: 1,8 Millionen Euro

Ein großes Projekt, welches derzeit bereits projektiert wird, ist die Neukonzeptionierung des Seewasserwerks Nonnenhorn im Umfang von rund 30 Millionen Euro. Der Neubau wird in drei Phasen unterteilt sein und wird bis 2033 dauern.

Positive Aussichten

Mit der zuverlässigen Versorgung der Region mit Strom, Gas sowie Trinkwasser tragen die Stadtwerke eine große Verantwortung. „Wir sind mehr als nur ein Energiedienstleister, sondern vielmehr die Lebensader der Region. Und gerade in Zeiten einer sehr dynamischen und volatilen Energieumwelt ist das keine leichte Aufgabe“, schildert Hannes Rösch. Das erfordert von den Stadtwerken stets bedachtes Handeln und eine Finanzplanung mit Weitsicht. „Unsere Infrastruktur muss krisensicher sein und unsere Versorgungsleistung verlässlich.“

Erfahrungen zeigen, dass die Stadtwerke auf unerwartete Entwicklungen am Energiemarkt gut vorbereitet sind: Bisherige krisenhafte Ereignisse mit Auswirkungen auf Strom- bzw. Gaskosten konnten durch die vorausschauende Einkaufsplanung gut abgefedert werden. Für unsere Kunden waren die Effekte kaum spürbar. Auch die finanzielle Situation der Stadtwerke bleibt trotz all dieser Herausforderungen stabil, und die Aussichten für die kommenden Jahre sind positiv.

Ergänzend dazu setzen die Stadtwerke weiterhin auf bewährte Partnerschaften. So wird etwa die Zusammenarbeit mit der illwerke vkw AG in einigen Feldern weiter intensiviert, während die Überlegungen zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft momentan nicht weiterverfolgt und neu bewertet werden. Die Stadtwerke Lindau setzen damit konsequent auf Stabilität, sukzessive Weiterentwicklung und Vorausschau – im Sinne einer nachhaltigen Versorgung für die Region.

(Pressemitteilung: Stadtwerke Lindau)