Nach mehreren Japankäfer-Funden bei Lindau ist eine Quarantänezone festgelegt. Die entsprechende Regelung soll am Freitag, 4. September, in Kraft treten.
Nachdem auch in diesem Jahr östlich von Lindau mehrere Japankäfer in Pheromonfallen nachgewiesen worden waren, leitete die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Mitte Juli eine Abgrenzungserhebung ein. Mit zusätzlichen Fallen und Sichtkontrollen wurde untersucht, wie weit sich der Schädling in den betroffenen Gebieten bereits ausgebreitet hat.
An zwei Fundstellen – zunächst rund um Oberhochsteg und anschließend im Bereich des Gitzenweiler Hofs – wurden entsprechende Befallszonen ausgewiesen. Der invasive Schädling kann erhebliche Schäden an Pflanzen und Grünflächen verursachen.
Allgemeinverfügung gilt ab 4. September
Auf Grundlage der Ergebnisse hat die LfL eine Quarantänezone für die betroffenen Bereiche festgelegt. Die genauen Grenzen sowie die verbindlichen Maßnahmen und Regelungen sind in der Allgemeinverfügung der LfL festgelegt. Diese soll am Freitag, 4. September, in Kraft treten.
Von den Regelungen sind in Lindau insbesondere die Bereiche Zech und Gitzenweiler Hof betroffen. Für diese gelten jeweils Quarantäneregelungen. Eine wesentliche Vorgabe ist, dass Grünschnitt und Aushubmaterial aus der Quarantänezone nicht mehr abgefahren werden dürfen.
Für weitere Informationen zur Quarantänezone, zu den genauen Gebietsgrenzen, den geltenden Maßnahmen und Regelungen sowie zum Umgang mit Pflanzen, Boden und pflanzlichem Material ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft als zuständige Behörde Ansprechpartnerin.
So lässt sich der Japankäfer erkennen
Der Japankäfer ist etwa 8 bis 11 Millimeter lang und damit ungefähr so groß wie eine Kaffeebohne. Auffällig sind sein metallisch-grüner Kopf und Halsschild sowie die kupferfarben schimmernden Flügeldecken.
Besonders charakteristisch sind zwölf weiße Haarbüschel. Jeweils fünf befinden sich an den Körperseiten, zwei weitere am Ende des Hinterleibs. Bei Gefahr spreizt der Käfer ein hinteres Beinpaar seitlich vom Körper ab.
Der Japankäfer kann mehr als 400 Pflanzenarten befallen und erhebliche Schäden anrichten. Auch die Larven können Schäden verursachen. Sie leben als Engerlinge im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln.
Vorgaben der Quarantänezone beachten
Die Stadt Lindau bittet Bürger sowie betroffene Betriebe, die Vorgaben der Quarantänezone zu beachten und damit dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung des Japankäfers zu verhindern.
Aktuelle Informationen, eine digitale Übersichtskarte der Quarantänezone sowie weitere Hinweise zum Japankäfer gibt es bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft unter lfl.bayern.de.