Schäden durch Hochwasser Stadt Lindau rettet Insel Hoy vor dem Verfall

Stadt Lindau rettet Insel Hoy vor dem Verfall
Um sie vor Sturm und Wellen zu schützen, bauen die Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau die Mauer der Insel Hoy wieder auf. (Bild: Stadt Lindau)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Die Insel Hoy im Bodensee ist in einem besorgniserregenden Zustand: Die Ufermauer bröckelt, Steine ​​lösen sich, teils sind bereits Abschnitte eingestürzt. Um Schlimmeres zu verhindern, leitet die Stadt Lindau nun eine kurzfristige Rettungsaktion ein. Ziel ist es, die Insel rechtzeitig vor den wetterbedingten Belastungen des Sommers zu schützen.

GTL übernimmt Sofortmaßnahme

In den nächsten zwei Wochen werden die Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL) die Mauer der Insel neu errichten. „Wir fürchten, dass die Insel in ihrem jetzigen Zustand den Sommer nicht überstehen könnte. Weil der Seepegel aktuell sehr niedrig ist, ergreifen wir die Chance für eine kurzfristige Rettungsaktion“, erklärt Andreas Bauer, stellvertretender Werkleiter der GTL.

Zunächst wird eine provisorische Zufahrtsstraße eingerichtet, um Fahrzeuge samt Baumaterial auf die Insel bringen zu können. Im Anschluss beginnt der Wiederaufbau der Mauer, die als Schutz gegen Wind und Wellen dient.

Historisches Kleinod mit wiederkehrenden Schäden

Die Insel Hoy wurde zwischen 1922 und 1934 erbaut und gehört heute der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung. Für Pflege und Empfang ist die Stadt Lindau zuständig. Die aktuellen Schäden gehen vermutlich auf das Hochwasser im Juni 2024 zurück.

Bereits 2019 ließ die Stadt Sanierungsarbeiten in Höhe von rund 30.000 Euro durchführen. 2022 wurde eine neue Weide gegründet, nachdem ein Sturm den Hauptast des alten Baumes abgebrochen hatte. Die Insel gilt als beliebtes Fotomotiv und gehört zu den kleinen Besonderheiten im Bodensee.

Zeitfenster ist knapp

Die Reparaturarbeiten sind stark vom Wasserstand des Sees abhängig. „Sollte der Pegel steigen, müssten wir unsere Arbeit einstellen“, warnt Bauer. Aktuell bleibt zu hoffen, dass das Niedrigwasser anhält, damit die wichtigsten Maßnahmen abgeschlossen werden können.

Stadt bittet um Spenden

Eine vollständige Sanierung der Insel ist vorerst nicht geplant – zu hoch wären die Kosten. Nach ersten Schätzungen müsste die Stadt mit Ausgaben zwischen 50.000 und 75.000 Euro rechnen. Für die jetzt eingeleitete Sicherungsmaßnahme rechnet Lindau mit etwa 25.000 Euro.

Wer die Erhaltung der Insel Hoy unterstützen möchte, kann Folgendes ausgeben:

Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau
IBAN: DE89 7315 0000 1001 6650 98
Verwendungszweck: Insel Hoy

(Quelle: Stadt Lindau (Bodensee))