Seit dem 26. September darf man auf dem neuen P2 parken Neuer Parkplatz auf dem Gelände des städtischen Bauhofes

Der neue Parkplatz auf dem ehemaligen Gelände des Bauhofes sorgt für Diskussionen.
Der neue Parkplatz auf dem ehemaligen Gelände des Bauhofes sorgt für Diskussionen. Foto: Wilfried Vögel

Seit dem 26. September steht der Interimsparkplatz am sogenannten „Vier-Linden-Quartier“ hinter dem Lindaupark an der Kemptener Straße nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen gibt es den neuen Parkplatz P2. 390 Autos finden hier Platz.

Längst hat der ehemalige städtische Bauhof am Bleicheweg auf dem Betriebsgelände der Lindauer Garten- und Tiefbaubetriebe (GTL) an der Autobahn im Stadtteil Lindau-Zech eine neue Heimat gefunden.

Wo einst fleißige Mitarbeiter des Bauhofes im Einsatz waren, ist jetzt ein Interimsparkplatz entstanden. Dieser neue Parkplatz, mit dem Kennzeichen P2, ist als provisorischer Ersatzparkplatz auch für die künftig wegfallenden Parkplätze an der Blauwiese (P1) gedacht. Hier ist nach dem Willen der Stadtväter der Neubau der Mittelschule geplant.

Wohnungen statt Parkplätze

Weggefallen sind jetzt auch die Parkplätze am sogenannten „Vier-Linden-Quartier“ nördlich des Einkaufzentrums Lindaupark an der Kemptener Straße, wo zeitnah eine neue Wohnbebauung umgesetzt wird

Auf dem neuen Parkplatz P2 stehen 390 Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Ein- und Ausfahrt ist nur an einem neuen Minikreisverkehr im Kreuzungsbereich Bleicheweg/Hundweilerstraße möglich.

Kritik am „hässlichsten Parkplatz aller Zeiten“

Unumstritten ist der neue Parkplatz keineswegs. Kritiker sprechen von einer Asphaltwüste und dem „hässlichsten Parkplatz aller Zeiten“. Diverse Bäume und Sträucher mussten weichen. Außerdem mussten zuvor alle Betriebsgebäude des ehemaligen Bauhofes abgerissen werden. Sie befanden sich offenbar noch zum Teil in einem guten baulichen Zustand. So mancher Bauhofarbeiter trauert seinem alten Arbeitsplatz auch heute noch nach.

Der neue Kreisel stößt nicht nur auf Begeisterung.Foto: Wilfried Vögel
Der neue Kreisel stößt nicht nur auf Begeisterung.
Foto: Wilfried Vögel

Auch die Frage nach der neu entstandenen Verkehrssituation steht offensichtlich noch im Raum. Wie unschwer zu erkennen ist, haben sich die meisten Verkehrsteilnehmer noch nicht mit dem Minikreisel im Ein- und Ausfahrtbereich angefreundet. Und ob die Schaltzeiten der Ampel bei der Ausfahrt aus dem Bleicheweg in die Bregenzer Straße/Kolpingstraße ausreichen werden, um den zusätzlichen Verkehr von und zum P2 bewältigen zu können, bleibt abzuwarten. Zudem sorgt der ebenfalls dort befindliche Bankautomat der Bodenseebank für zusätzlichen Verkehr.

Teure Parkgebühren sorgen für Unmut

Auch die neu aufgestellten Parkscheinautomaten geben so manches Rätsel auf. Ein Tagesticket kostet 7.00 Euro. Kürzere Parkzeiten sind nicht möglich. Bis zu vier Tage darf man dort mit seinem PKW verweilen. Die Ein- und Ausfahrt ist zwischen 22.00 und 06.00 Uhr nicht erlaubt.

Auf den Parkscheinautomaten wird auf die Stadtbusse (nahe Haltestelle Limare/Jugendherberge) verwiesen (im 30-Minuten-Takt). Für den Fußweg zur Insel berechnet die Stadt rund 15 Minuten bei 1,3 km Fußweg.

Der Parkautomat verlangt hohe Beträge.Foto: Wilfried Vögel
Der Parkautomat verlangt hohe Beträge.
Foto: Wilfried Vögel

Hier gibt es Ausweichparkplätze

Weitere Parkmöglichkeiten stehen am neuen Reutiner Bahnhalt, am Schulzentrum (nur in der Ferienzeit und an den Wochenende sowie an Feiertagen) und am Karl-Bever-Platz (direkt vor der Insel) zur Verfügung.

Wie lange der Parkplatz P1 Blauwiese noch benutzt werden kann, steht wohl noch nicht fest.

Rund eine Million Euro hat der provisorische Parkplatz gekostet  (450.000 Euro für den Abbruch der Gebäude und 600.000 Euro für die Neueinrichtung).

In ein paar Jahren soll diese Fläche samt dem benachbarten, noch abzureißenden ehemaligen Hallenbad Limare verkauft bzw. neu genutzt werden.