Bundespolizei vollstreckt EU-Haftbefehl zehn Jahre nach Urteil

Die Bundespolizisten lieferten den Verhafteten am Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.
Die Bundespolizisten lieferten den Verhafteten am Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. (Bild: Bundespolizei)

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Am Donnerstag haben Lindauer Bundespolizisten einen europaweit per Haftbefehl gesuchten Schweizer verhaftet. Bereits vor über zehn Jahren war der Mann wegen Insolvenzverschleppung verurteilt worden. Nun musste er eine längere Freiheitsstrafe antreten. 

Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte am Vormittag im Lindauer Inselbahnhof einen schweizerischen Staatsangehörigen. Bei der Fahndungsüberprüfung stellten die Beamten fest, dass der 65-Jährige von der Staatsanwaltschaft Ravensburg seit über drei Jahren wegen Insolvenzverschleppung europaweit per Vollstreckungshaftbefehl gesucht wurde.

Der Schweizer war bereits im September 2013 vom Amtsgericht Biberach zu einer Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren verurteilt worden. Die Bundespolizisten recherchierten, dass dem Haftbefehl insgesamt 31 Fälle von Insolvenzverschleppung, Bankrott und Betrug zugrunde lagen. Damals hatte der Mann eine Meldeadresse in Wiesbaden, nun ist er aber wieder in der Schweiz wohnhaft. Die Bundespolizisten lieferten den Verhafteten am Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.

(Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Kempten)