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Bundestagabgeordnete Dr. Lina Seitzl im Arbeitseinsatz mit dem NABU-Bodenseezentrum

Lesezeit 2 Minuten
Eberhard Klein und Dr. Lina Seitzl MdB beobachten und zählen die Blesshuhn-Familien am Ufer des Markelfinger Rieds. (Bild:

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Lina Seitzl (SPD) besuchte am vergangenen Donnerstag das NABU-Bodenseezentrum im Rahmen ihrer Praktikumstour „Arbeitseinsätze am See“.

„Mir ist es wichtig, mit den verschiedenen Akteuren im Landkreis zusammenzuarbeiten und selbst hautnah ein Verständnis für ihre Arbeit zu bekommen“, so Seitzl. Das NABU-Bodenseezentrum betreut insgesamt 28 Naturschutzgebiete im Landkreis Konstanz mit insgesamt über 2.500 ha Fläche und leistet damit wertvolle Naturschutzarbeit. Der NABU monitort Tier- und Pflanzenarbeit, unterstützt die Landschaftspflege und leistet wertvolle Bildungsarbeit.

Nach einem kurzen Austausch mit Eberhard Klein, Leiter des NABU-Bodenseezentrums, und Thomas Körner, Geschäftsführer des Bezirksverband NABU Donau-Bodensee, über die Aufgaben und Herausforderungen beim Naturschutz in der Region, ging es zum ersten Einsatzort ins Markelfinger Ried. Die Sturmschäden am Ufer sind noch erheblich, weshalb der Uferweg vorerst aus Sicherheitsgründen abgesperrt werden musste.

Im Markelfinger Ried sind verschiedene Vogelarten zu Hause, die regelmäßig gezählt und überwacht werden. Dieses Mal standen mit Blesshuhn und Haubentauchern die Wasservogel-Familien im Fokus.

„Die Ufer- und Wasservögel und ihr Nachwuchs sind verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt, die zu einer Bedrohung der Bestände führen können: Zum Beispiel verhindern zu niedrige Wasserstände das Brüten anspruchsvoller Arten und rücksichtsloser Wassersport beeinträchtigt die Nahrungsaufnahme“, erklärt Eberhard Klein die Herausforderungen für die Tiere im Wasser und im Uferbereich.

Der anschließende Arbeitseinsatz führte ins Wollmatinger Ried: Dort wurden Neophyten, also invasive Pflanzenarten wie die Goldrute, gesucht und durch Herausreißen bekämpft, da sie die heimischen Pflanzenarten im Naturschutzgebiet bedrohen und zurückdrängen.

Außerdem wurde der diesjährige Bestand an Sumpf-Läusekraut gezählt. Jedes Jahr zählen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NABU im Landkreis mehr als 50 bedrohte Pflanzen- und Tierarten, um die Veränderungen im Bestand frühzeitig festzustellen und rechtzeitig Schutzmaßnahmen einzuleiten.

“Als Umweltpolitikerin habe ich mich sehr über mein Praktikum beim NABU-Bodenseezentrum gefreut. Für mich war es ein gelungener Einblick in die bedeutende Arbeit des NABU. Bei den klimapolitischen Debatten wird die Wichtigkeit der Biodiversität und des Artenschutzes leider häufig zu wenig mitdiskutiert. Es ist aber wichtig, Klimaschutz und Artenschutz zusammenzudenken”, so Seitzl im Anschluss an ihren Besuch.

Laut Eberhard Klein seien die Naturschutzgebiete als solche inzwischen weitgehend anerkannt und werden bei Planungen meist berücksichtigt. „Damit die Schutzgebiete aber ihre Qualität behalten und den seltenen und bedrohten Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten können, müssen sie in Verbindung und im Austausch sein“, führt der Leiter des NABU-Bodenseezentrums aus.  Der nach wie vor hohe Flächenverbrauch sei daher neben dem Klimawandel die aktuell gravierendste Bedrohung für das Überleben der Tiere und Pflanzen und damit auch der Menschen.

(Pressemitteilung: Wahlkreisbüro Dr. Lina Seitzl, MdB)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
27.07.2023, 16:28 Uhr

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