„Lehrreiches schönes positives Chaos“ Fachkrankenpflege-Schüler übernehmen Verantwortung für Station der Klinik Tettnang 

Fachkrankenpflege-Schüler übernehmen Verantwortung für Station der Klinik Tettnang 
Vier der neun Auszubildenden des Klinik Tettnang, die im Sommer ihr Examen machen und auch auf der Schülerstation von Praxisanleiterin Larissa Weber (von links) begleitet werden: Timo Glampe, Jolina Prinz, Leonie Bott und Jessica Moser. (Bild: MCB)
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Es piept, Alarm. Alle vier Auszubildenden, die in diesem Moment im Stationszimmer dokumentieren oder andere Aufgaben erledigten, springen auf und sprinten los. Wenige Sekunden später kommen sie entspannt zurück: Fehlalarm!

Seit zehn Tagen läuft die Schülerstation 2024 in der Klinik Tettnang und die Auszubildenden resümieren, dass sie sich inzwischen eine gewisse Routine angeeignet haben. „Es läuft und jeder findet sich jeden Tag ein bisschen besser zurecht“, sagt Jessica Moser. Doch damit nicht genug: Sie haben ihre Scheu abgelegt, ans Telefon zu gehen, genießen das freundliche Vertrauen seitens der Patienten, das verantwortungsvolle Miteinander und dass ihnen so manche Frage wie vielleicht „Was wurde bei dem Patienten eigentlich gemacht?“ direkt von dessen Operateur beantwortet wird.

Neun Auszubildende treiben, unterstützt und angeleitet von examinierten Pflegekräften, 14 Tage lang die chirurgische 20-Betten-Station 3 in der ersten Etage der Klinik. Hier werden Allgemeinchirurgische Patienten stationär versorgt, Patienten mit künstlichen Knie- oder Hüftgelenken und auch frisch an der Wirbelsäule operierte Männer und Frauen. Alle reagieren positiv auf die Auszubildenden und diese nehmen viel mit für die letzten Ausbildungsmonate und das abschließende Examen in Theorie und Praxis.

Wie es danach weitergeht, wissen die meisten: „Ich würde gerne hier in der Klinik Tettnang auf der Station 3 oder 4 arbeiten“, sagt Leonie Bott und ihre Kollegin Jolina Prinz

verrät „Ich bleibe wahrscheinlich auf der Station 5“. Timo Glampe, der vor fünf Jahren sein  

FSJ in der Klinik Tettnang begann, danach hier erst die einjährige Krankenpflegehilfe-Ausbildung machte und schlussendlich nun bald die dreijährige generalistische Fachkrankenpflege-Ausbildung absolviert hat, wird die Klinik Tettnang verlassen. „Um mal was Anderes zu sehen“ und vermutlich im ZfP (Zentrum für Psychiatrie) seine Karriere in der Krankenpflege starten, genau wie Jessica Mohr.

Praxisanleiterin Larissa Weber hat im Jahr 2018 die erste Schülerstation in der Klinik Tettnang als Auszubildende erlebt und freut sich, dass die Auszubildenden heute wie damals die temporäre Eigenverantwortung in vielen Belangen als gute Vorbereitung für die Abschlussprüfungen sehen.

In einem kurzen Satz fasst Timo Glampe auf ihre Bitte hin die Schülerstation 2024 so zusammen: „Lehrreiches schönes positives Chaos“.