Ehrenamtliche entlasten Familien, die Angehörige mit Einschränkungen haben

Bürgerschaftlich Engagierte beim Austausch über ihre Einsatzstellen.
Bürgerschaftlich Engagierte beim Austausch über ihre Einsatzstellen. (Bild: Stiftung Liebenau)

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Ganz unterschiedliche Einsätze haben die Ehrenamtlichen des Familienunterstützenden Dienstes der Stiftung Liebenau, die sich beim diesjährigen Ausflug im Liebenauer Schloss zu einem gemütlichen Ausklang trafen. Genauso unterschiedlich sind auch die Menschen, die sich sozial engagieren.

Rund 31 Millionen Menschen sind in Deutschland in einem Ehrenamt tätig und engagieren sich auf diese Weise in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl der Gesellschaft. Rund 170 davon sind beim Familienunterstützenden Dienst (FUD) und den Offenen Hilfen der Stiftung Liebenau im Bodenseekreis und Landkreis Ravensburg aktiv. Und das schon oft über Jahre hinweg.

Sie engagieren sich sowohl in der Einzelbetreuung im familiären Umfeld hochbelasteter Familien mit Angehörigen mit Einschränkungen als auch in Gruppenangeboten für Erwachsene und Kinder, die Unterstützung benötigen.

Zeit zum Danke sagen

Bei der Veranstaltung im Liebenauer Schloss stand immer wieder der Dank im Vordergrund. Ohne den unerlässlichen Einsatz der ehrenamtlich Tätigen wäre vieles nicht möglich. Durch das zuverlässige Engagement im häuslichen Umfeld erhalten Familien, die oft am Anschlag stehen, wertvolle Auszeiten und gleichzeitig auch neue Impulse für ihren Alltag.

Der Einsatz der Ehrenamtlichen, die sich in die Familie und in Gruppenangeboten einbringen, stellt eine wichtige und wertvolle Entlastung der Familien dar. Der Dienst deckt alle Altersgruppen ab, von 0 bis 100 Jahren, und unterstützt beispielsweise bei der Betreuung von Kindern, der Begleitung bei Spaziergängen, dem Besuch von Bildungsangeboten und auch bei Einkäufen.

Sinnstiftende Tätigkeit

Egal ob Rentner oder Studentin, Ingenieur oder Hausfrau, alle verbindet der Wunsch, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, die Menschen mit Einschränkungen in ihrem Alltag unterstützt. Das Besondere dabei ist, dass durch den Dienst oft tragfähige, langfristige Beziehungen aufgebaut werden. Niederschwellige Inklusion wird so möglich.

Keine halben Sachen

Andreas Liehner, Leiter der Ambulanten Dienste Ravensburg, nutzte die Gelegenheit, um Sabine Axt, die den FUD im Landkreis Ravensburg vor 18 Jahren aufgebaut hatte, zu verabschieden. Obwohl sie immer in Teilzeit gearbeitet hat, habe sie „nie halbe Sachen gemacht und in ihrer Tätigkeit mehr als 400 Familien und über 300 Ehrenamtliche betreut“.

Andreas Liehner verabschiedet Sabine Axt nach 18-jähriger Tätigkeit beim Familienunterstützenden Dienst.
Andreas Liehner verabschiedet Sabine Axt nach 18-jähriger Tätigkeit beim Familienunterstützenden Dienst. (Bild: Stiftung Liebenau)

Sabine Axt verabschiedete sich von den Ehrenamtlichen mit den Worten „Danke für Euren tollen Einsatz und ich wünsche dem FUD alles Gute für die Zukunft und vor allem den Familien!“

(Pressemitteilung: Stiftung Liebenau)