Bürgermeister Enzensperger begrüßt rund 300 Gäste beim Neujahrsempfang in Kressbronn

Bürgermeister Enzensperger begrüßt rund 300 Gäste beim Neujahrsempfang in Kressbronn
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung verdienter Bürger, die sich durch herausragendes ehrenamtliches Engagement auszeichnen. (Bild: Gemeinde Kressbronn)
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Rund 300 Gäste folgten der Einladung der Gemeinde Kressbronn a. B. zum traditionellen Neujahrsempfang in die festlich geschmückte Festhalle.

Der Abend stand im Zeichen von Anerkennung, Gemeinschaft und einem optimistischen Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen. Bürgermeister Daniel Enzensperger begrüßte die Bürger mit den Worten: „Es gibt wieder einiges zu tun. Die Gemeinde steht nicht still.“

Stimmungsvoller Auftakt und musikalische Highlights

Gemeinderat Stefan Fehringer eröffnete den Abend mit einer herzlichen Begrüßung. Pfarrer Armin Noppenberger schloss sich mit einem geistlichen Grußwort an, das den feierlichen Charakter der Veranstaltung unterstrich. Musikalisch sorgte der Chor „KressCendo“ für eine eindrucksvolle Umrahmung. Der Musikverein Kressbronn a. B. überraschte mit einem besonderen Auftritt, der vor allem den Geehrten gewidmet war.

Bürgermeister Enzensperger: Klare Ansprache zu wichtigen Themen

In seiner Rede beleuchtete Bürgermeister Daniel Enzensperger lokale und überregionale Themen, die die Gemeinde beschäftigen. Besonders hob er die Herausforderungen durch Bürokratie hervor: „Tun Sie etwas gegen den Bürokratiewahn. Es braucht Mut, Regeln wieder abzuschaffen. Aber wir haben in unserem Land definitiv die Grenze des Erträglichen erreicht.“

Auch zur Flüchtlingspolitik äußerte er sich kritisch und betonte die spürbaren Auswirkungen in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen: „Es ist nichts wirklich Spürbares passiert.“

Ebenso warnte er vor einer zu sorglosen Haltung gegenüber dem Wohlstand: „Der Wohlstand ist zu selbstverständlich für uns alle geworden. Letztlich kann der Wohlstand auch zunehmend zur Unzufriedenheit der Menschen führen.“

Rückblick auf 2024: Bildung, Bauen und mehr

Im Rückblick auf das vergangene Jahr hob der Bürgermeister wegweisende Entscheidungen hervor:

  • Bildung: Die Parkschule soll Ganztagsschule werden – allerdings auf freiwilliger Basis.
  • Offene Jugendarbeit: Die Vollzeitstelle des Jugendbeauftragten wurde eingerichtet, um die Betreuung junger Menschen zu stärken.
  • Naturkindergarten: Der Bau des Naturkindergartens schuf dringend benötigte Betreuungsplätze.
  • Infrastruktur: Familien aus Kressbronn profitierten von neuen Bauplätzen im Baugebiet Bachtobel, das weiter Gestalt annimmt.

Auch finanzpolitische Maßnahmen wie die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer wurden beleuchtet. Bürgermeister Enzensperger erklärte: „Wer aus Luxusgründen bei uns eine Wohnung als Zweitwohnsitz hält, der soll dafür auch einen angemessenen Beitrag an die Allgemeinheit leisten.“

Ausblick 2025: Was die Gemeinde erwartet

Für 2025 kündigte der Bürgermeister eine Vielzahl von Projekten an, darunter:

  • Beginn des Erweiterungsbaus für das Parkschulzentrum
  • Fertigstellung des großen Spielplatzes im Baugebiet Bachtobel
  • Modernisierung des Bauernpfads
  • Beginn der Sanierung des Strandbadparkplatzes

Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich die Gemeinde nicht alles leisten könne, etwa die Sanierung des Hallenbads oder den Bau eines Ausweichparkplatzes am Grenzweg. Trotz finanzieller Einschränkungen bleibt die Gemeinde in Bewegung: „Es gibt also wieder einiges zu tun. Die Gemeinde steht nicht still.“

Ehrenamt im Rampenlicht: Verleihung der Goldenen Ehrennadeln

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung verdienter Bürger, die sich durch herausragendes ehrenamtliches Engagement auszeichnen. Bürgermeister Enzensperger würdigte in seinen Laudationes die Leistungen der Geehrten:

  • Monika Baehr-Völz: Für ihr Engagement im Sport, insbesondere im Bereich Turnen und Nachwuchsarbeit.
  • Gertrud Mayer: Für ihren Einsatz in der Jugendmusikschule, im Musikverein und sozialen Projekten.
  • Joachim Steputat: Für seine vielseitige Arbeit in Feuerwehr, Musik- und Narrenverein.
  • Thomas Biggel: Für seine Beiträge im Handel, Gemeinderat und Kirchengemeinderat.
  • Dr. Roland Rösch: Für seine Verdienste im Naturschutz, sozialen Engagement und als Berater während der Corona-Krise.

Dabei betonte der Bürgermeister die immense Bedeutung des Ehrenamts: „Das Ehrenamt prägt Kressbronn wie kein anderer gesellschaftlicher Faktor.“

Gemeinschaft und Zuversicht: Ein Abend für alle

Nach den offiziellen Programmpunkten bot ein gemeinsamer Stehempfang Gelegenheit für Gespräche und Austausch. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie stark die Gemeinschaft in Kressbronn a. B. ist – geprägt von Engagement, Anerkennung und der Freude, gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

Mit den Worten „Packen wir es an!“ schloss Bürgermeister Daniel Enzensperger den Abend und gab den Startschuss für ein ereignisreiches neues Jahr.

(Quelle: Gemeinde Kressbronn)