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Tarifkonflikt spitzt sich zu Warnstreik bei ZF in Friedrichshafen wird fortgesetzt

Beschäftigte von ZF in Friedrichshafen haben sich am Freitag am Warnstreik der IG Metall beteiligt. Am Montag sollen weitere Schichten die Arbeit niederlegen.

Lesezeit 2 Minuten
Blaue ZF-Fahne mit weißem Firmenlogo vor einem modernen Firmengebäude unter blauem Himmel.
Bei ZF in Friedrichshafen haben Beschäftigte am Freitag ihre Arbeit zeitweise niedergelegt. Für Montag sind weitere Warnstreiks angekündigt. (Bild: ZF)

Jeweils zwei Stunden vor ihrem regulären Arbeitsende haben Beschäftigte der ZF Friedrichshafen AG am Freitag, 6. November, ihre Arbeit niedergelegt. Sie beteiligten sich damit an den Warnstreikaktionen der IG Metall in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent. Mit den Arbeitsniederlegungen soll der Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöht werden.

Beschäftigte fordern sichere Perspektiven

Achim Dietrich, Betriebsratsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG in Friedrichshafen, verwies auf die schwierige Situation der Belegschaft. Seit Jahren seien die Beschäftigten mit Umstrukturierungen, Sparprogrammen und Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens konfrontiert.

„Die Beschäftigten bei ZF stehen vor großen Herausforderungen. Sie erleben seit Jahren Umstrukturierungen, Sparprogramme und eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens. Gerade deshalb ist es wichtig, Reallohnverluste zu verhindern und die Kaufkraft der Kolleginnen und Kollegen zu sichern. Wer die Transformation erfolgreich gestalten will, braucht motivierte Beschäftigte. Dazu gehören faire Einkommen ebenso wie verlässliche Perspektiven für die Standorte und die Arbeitsplätze.“

Auch Helene Sommer, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben, betonte die Bedeutung einer tariflichen Einigung, die sowohl die Kaufkraft als auch die Beschäftigungssicherung berücksichtigt.

„Transformation kann nur mit den Beschäftigten gelingen, nicht gegen sie. Während die Lebenshaltungskosten dauerhaft gestiegen sind, dürfen die Einkommen nicht weiter an Kaufkraft verlieren. Die Beschäftigten erwarten zu Recht ein tarifliches Ergebnis, das Reallohnverluste verhindert und gleichzeitig den Blick auf die Zukunft der Standorte und die Sicherung von Beschäftigung richtet.“

Weitere Warnstreiks am Montag geplant

Nicht alle Schichten am ZF-Standort Friedrichshafen waren am Freitag zum Warnstreik aufgerufen. Die übrigen Schichten sollen am Montag, 9. November 2026, ebenfalls die Arbeit niederlegen.

Für diesen Tag hat die IG Metall die Beschäftigten zudem zu einer Kundgebung auf dem Maybachplatz eingeladen.

(Quelle: IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
06.11.2026, 13:29 Uhr

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