Druck in Tarifrunde Warnstreik bei MTU in Friedrichshafen: 2.850 Beteiligte
Bei MTU in Friedrichshafen und vier weiteren Betrieben wurde am Mittwoch gestreikt. Insgesamt 2.850 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall für höhere Entgelte.

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Insgesamt 2.850 Beschäftigte aus fünf Betrieben in der Bodenseeregion haben sich am Mittwoch (4. November 2026) an Warnstreiks der IG Metall beteiligt. Neben Rolls-Royce Power Systems (MTU) in Friedrichshafen waren auch Liebherr in Friedrichshafen, Airbus Defence & Space und Hensoldt in Immenstaad sowie Allweiler in Radolfzell betroffen.
Zu den Arbeitsniederlegungen hatten die IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg aufgerufen. Die Gewerkschaft will damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Beschäftigte fordern höhere Entgelte
Im Mittelpunkt der Tarifauseinandersetzung stehen eine spürbare Entgelterhöhung und der Erhalt der Kaufkraft. Darüber hinaus erwarten die Beschäftigten ein klares Bekenntnis zu den Standorten und eine faire Beteiligung an der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen.
Bei Rolls-Royce Power Systems AG und Rolls-Royce Solutions GmbH (MTU) verweist die Arbeitnehmervertretung auf eine hohe Auslastung und eine aus ihrer Sicht gute wirtschaftliche Lage.
Achim Zinser, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, erklärt: „Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Die wirtschaftliche Situation bei Rolls-Royce Power Systems ist gut, die Auftragslage ist stark und die Zukunftsperspektiven sind vielversprechend. Gerade deshalb erwarten die Beschäftigten zu Recht eine faire Beteiligung am Erfolg. Wer Fachkräfte halten und motivieren will, darf ihnen keinen Reallohnverlust zumuten.“
IG Metall kritisiert Darstellung der Wirtschaftslage
Auch Helene Sommer, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen, kritisiert die Haltung der Arbeitgeberverbände. Aus Sicht der Gewerkschaft werde die wirtschaftliche Situation der Industrie zu pauschal als Krise dargestellt.
„Die Arbeitgeberverbände versuchen, die gesamte Industrie in einem Krisenmodus darzustellen. Die Wirklichkeit in den Betrieben ist deutlich vielfältiger. Auch am Bodensee gibt es Unternehmen, die gut ausgelastet sind und von den Leistungen ihrer Beschäftigten profitieren. Wer die besten Fachkräfte halten will, muss ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Reallohnverluste sind dafür das völlig falsche Signal“, so Sommer.
Mit den Warnstreiks in Friedrichshafen, Immenstaad und Radolfzell unterstreicht die IG Metall ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde.
(Quelle: IG Metall Friedrichshafen)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 04.11.2026, 17:37 Uhr





