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Klimagerechtes Bauen erforschen Forschungsprojekt für Fallenbrunnen in Friedrichshafen geplant

Im Fallenbrunnen Nordost in Friedrichshafen ist ein Forschungsprojekt mit der TU München geplant. Es soll neue Erkenntnisse für die Entwicklung klimagerechter Quartiere liefern.

Lesezeit 2 Minuten
Luftaufnahme des Fallenbrunnens mit Gebäuden, Wohngebieten, Feldern und Waldflächen im Jahr 2024.
Luftaufnahme des Fallenbrunnens in Friedrichshafen aus dem Jahr 2024. In dem Gebiet ist ein Forschungsprojekt zum klimagerechten Bauen geplant. (Bild: Stadt Friedrichshafen / Frankenair)

Wie lassen sich neue Wohnquartiere so gestalten, dass sie auch bei steigenden Temperaturen ein angenehmes Klima bieten? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein geplantes Forschungsvorhaben im Fallenbrunnen Nordost in Friedrichshafen. Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) berät am Dienstag, 10. November, um 16 Uhr im Rathaus über das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TU München) umgesetzt werden soll.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Einfluss die Bauweise und Anordnung von Gebäuden auf das Klima innerhalb eines Quartiers haben. Dazu wird Prof. Thomas Auer, Experte für Gebäudetechnologie, Energieeffizienz und klimagerechtes Bauen, das Vorhaben im Ausschuss vorstellen.

Neue Erkenntnisse für klimagerechtes Bauen

In Regionen mit dauerhaft hohen Temperaturen werden Gebäude und Wohngebiete seit Langem an die klimatischen Bedingungen angepasst. In Deutschland gewinnt diese Herausforderung erst zunehmend an Bedeutung.

Bislang fehlen vielfach wissenschaftlich überprüfte und übertragbare Erkenntnisse darüber, wie sich unterschiedliche Gebäudeformen und deren Anordnung auf das Klima in einem Wohnquartier auswirken.

Das geplante Forschungsprojekt im Fallenbrunnen soll diese Wissenslücke schließen. Ziel ist es, Grundlagen für die Planung klimaresistenter Quartiere zu schaffen, die möglichst ohne aufwendige technische Lösungen auskommen.

Forschung an realen Gebäuden im Fallenbrunnen

Als Grundlage dienen reale Gebäude im Fallenbrunnen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zunächst zur Verbesserung des Quartiers beitragen und damit auch den künftigen Nutzern zugutekommen.

Darüber hinaus sollen die Ergebnisse auf andere Neubauquartiere übertragbar sein. Langfristig könnten sie auch in die Bauleitplanung und entsprechende Regelwerke einfließen.

Initiiert und wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben vom Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen der TU München unter Leitung von Prof. Thomas Auer.

Unterstützung erhält sein Team vom Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren unter Prof. Florian Nagler. Beide Professoren waren bereits am bundesweit bekannt gewordenen Forschungsprojekt „Einfach Bauen“ beteiligt.

Weitere Bauprojekte auf der Tagesordnung

Neben dem Forschungsvorhaben beschäftigt sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt mit weiteren städtebaulichen Themen in Friedrichshafen.

Dazu gehören die Anwendung des sogenannten Bauturbos sowie verschiedene Beschlüsse zur Bebauungsplanung. Betroffen sind der Fallenbrunnen Südwest als neuer Standort für die Albert-Merglen-Schule, die Friedenstraße 40 in Berg und die Kreuzlinger Straße in Hirschlatt.

Die öffentliche Sitzung findet am Dienstag, 10. November, um 16 Uhr im Rathaus Friedrichshafen statt.

Weitere Informationen und sämtliche Sitzungsvorlagen sind unter www.sitzungsdienst.friedrichshafen.de abrufbar.

(Quelle: Stadt Friedrichshafen)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
04.11.2026, 08:45 Uhr

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