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Tarifkonflikt in der Industrie Warnstreik bei CLAAS in Bad Saulgau: 5 Prozent mehr Lohn gefordert

Bei CLAAS in Bad Saulgau haben Beschäftigte am Dienstag gestreikt. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld und sichere Perspektiven für die Industriestandorte.

Lesezeit 2 Minuten
Vier rote Fahnen der IG Metall mit weißen Gewerkschaftslogos wehen vor einem modernen Gebäude.
Die IG Metall fordert bei den Warnstreiks unter anderem 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütungen sowie sichere Perspektiven für die Beschäftigten. (Symbolbild: Victor Golmer / iStock Editorial / Getty Images Plus)

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Nach der zweiten Verhandlungsrunde sehen viele Beschäftigte weiterhin erheblichen Nachbesserungsbedarf beim bisherigen Angebot der Arbeitgeberseite.

Bei CLAAS in Bad Saulgau haben Beschäftigte am Dienstag (3. November) im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie die Arbeit niedergelegt. Mit dem Warnstreik wollen sie den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ein deutlich verbessertes Tarifangebot erreichen.

Beschäftigte fordern Sicherheit für ihre Arbeitsplätze

Neben höheren Entgelten steht auch die Zukunft der Industriestandorte im Mittelpunkt der Forderungen. Jürgen Deni, Betriebsratsvorsitzender bei CLAAS Bad Saulgau, betont, dass die Beschäftigten gerade in Zeiten großer Veränderungen Sicherheit und Perspektiven benötigen.

„Gerade in Zeiten großer Veränderungen brauchen die Beschäftigten die Gewissheit, dass ihre Leistung anerkannt wird. Dazu gehört eine faire Entgelterhöhung ebenso wie ein klares Bekenntnis zu den Standorten und den Menschen, die hier arbeiten.“

Deni verweist zudem auf die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Wer auch künftig hochwertige Produkte entwickeln und fertigen wolle, müsse Fachkräfte halten und in die Belegschaft investieren.

IG Metall fordert verbessertes Tarifangebot

Auch Robert Bäuerlein, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, sieht die Arbeitgeber in der Pflicht. Nach seiner Einschätzung zeigt die große Beteiligung am Warnstreik die Enttäuschung der Beschäftigten über das bisherige Angebot.

„Die Beschäftigten erwarten einen Inflationsausgleich und eine spürbare tabellenwirksame Entgelterhöhung. Gleichzeitig brauchen sie Sicherheit für ihre Arbeitsplätze und eine Perspektive für die Zukunft der Industrie in unserer Region.“

Bäuerlein fordert außerdem Investitionen in Standorte, Technologien und Beschäftigte. Die Arbeitgeber müssten in den kommenden Verhandlungen ein Angebot vorlegen, das den aktuellen Herausforderungen gerecht werde.

Die IG Metall erklärt, dass die Beschäftigten bereit seien, ihren Forderungen weiterhin Nachdruck zu verleihen, solange kein akzeptables Verhandlungsergebnis vorliege.

Warnstreiks auch in Ravensburg und Weingarten

Die Arbeitsniederlegungen beschränkten sich am Dienstag nicht auf CLAAS in Bad Saulgau. Nach Angaben der IG Metall beteiligten sich in der Region insgesamt fünf Betriebe an den Warnstreikaktionen.

In der Pressemitteilung werden neben CLAAS auch Coperion in Weingarten, Robert Bosch Power Tools in Ravensburg sowie die Kramer GmbH in Pfullendorf genannt.

Wie viele Beschäftigte insgesamt dem Streikaufruf folgten, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

(Quelle: IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
03.11.2026, 16:35 Uhr

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