Betreiberwechsel vollzogen Klinikum Friedrichshafen geht offiziell an AMEOS über

Klinikum Friedrichshafen geht offiziell an AMEOS über
Das Klinikum Friedrichshafen wird seit dem 1. August 2026 offiziell vom neuen Träger AMEOS betrieben. (Bild: Medizin Campus Bodensee)
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Mit dem 1. August ist das Klinikum Friedrichshafen offiziell auf den neuen Träger AMEOS übergegangen. Zuvor hatte das Land Baden-Württemberg die neue Krankenhausgesellschaft in den Krankenhausplan aufgenommen.

Nach Abschluss des Investorenprozesses ist der Betreiberwechsel am Klinikum Friedrichshafen vollzogen. Die letzte Voraussetzung dafür war die Aufnahme der neuen „AMEOS Krankenhausgesellschaft Friedrichshafen“ in den Krankenhausplan des Landes Baden-Württemberg.

Die Übernahme erfolgte zum 1. August 2026. Damit ist der operative Betrieb des Klinikums offiziell auf AMEOS übergegangen.

Krankenhausversorgung soll langfristig gesichert werden

Klinik-Geschäftsführer Dr. Jan-Ove Faust bezeichnete den Eigentümerwechsel als wichtigen Schritt für die Zukunft der Krankenhausversorgung in der Region. Mit AMEOS verfüge das Klinikum über einen Betreiber, der die notwendigen Erfahrungen und Ressourcen mitbringe, um die Finanzierung des Standorts langfristig zu sichern.

AMEOS hat angekündigt, sämtliche medizinischen Fachgebiete am Klinikum Friedrichshafen zu erhalten und weiter auszubauen. Darüber hinaus plant das Unternehmen einen Neubau der Klinikgebäude.

Der Kreistag des Bodenseekreises hatte die AMEOS-Gruppe bereits am 13. Mai 2026 als künftigen Träger des Klinikums ausgewählt. Wenig später stimmten auch die Gläubiger der Investorenlösung zu. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Dank an die Beschäftigten

Dr. Jan-Ove Faust hob hervor, dass die erfolgreiche Sanierung ohne den Einsatz der Beschäftigten nicht möglich gewesen wäre. Während des gesamten Verfahrens hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großer Loyalität und Engagement den Klinikbetrieb aufrechterhalten. Gleichzeitig dankte er den politischen Entscheidungsträgern, die sich trotz großen öffentlichen Drucks für den Erhalt des Standorts eingesetzt hätten.

Faust wird im Herbst als Geschäftsführer zur Oberschwabenklinik wechseln.

Tettnanger Klinik konnte nicht übernommen werden

Für die Klinik Tettnang hatte sich im Investorenprozess kein Interessent gefunden. Deshalb sei die Schließung der wirtschaftlich stark defizitären Klinik nicht zu vermeiden gewesen. Nach Angaben von Faust hätten die mehr als 300 Beschäftigten bis zuletzt an den Standort geglaubt und sich engagiert eingebracht.

Er äußerte die Hoffnung, dass der Standort künftig zumindest als Zentrum der ambulanten Versorgung eine Perspektive erhalten könne und dadurch ein Teil der Arbeitsplätze gesichert werde.

Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren

Die Klinikum Friedrichshafen GmbH hatte am 5. November 2025 ein Eigenverwaltungsverfahren zur Sanierung eingeleitet. Während des gesamten Verfahrens lief der Klinikbetrieb ohne Einschränkungen weiter. Patientinnen und Patienten konnten das vollständige medizinische und pflegerische Versorgungsangebot nutzen.

Als Sachwalter begleitete Dr. Rainer Eckert das Verfahren im Interesse der Gläubiger. Unterstützt wurde die Geschäftsführung zudem von den Generalbevollmächtigten Burkhard Jung, Partner der Unternehmensberatung Deloitte, sowie dem auf Eigenverwaltungsverfahren spezialisierten Rechtsanwalt Dr. Gerrit Heublein.

(Quelle: möller pr GmbH)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.