Der September 2026 war in Baden-Württemberg außergewöhnlich warm, trocken und sonnig. Er zählt voraussichtlich zu den fünf trockensten seit 1881.
Mit voraussichtlich 16,6 Grad lag die Durchschnittstemperatur im Südwesten 3,3 Grad über dem langjährigen Mittel von 13,3 Grad. Dabei zeigte der September große Temperaturunterschiede: Auf hochsommerliche Werte folgte eine deutliche Abkühlung, bevor zum Monatsende nochmals außergewöhnliche Wärme zurückkehrte.
Von 34,5 Grad bis unter den Gefrierpunkt
Am 8. September wurden in Ohlsbach 34,5 Grad gemessen. Das war zugleich der bundesweit höchste Wert. Vor allem am Oberrhein registrierten die Messstationen neue Monatsrekorde.
Zu Beginn der dritten Monatsdekade kühlte es deutlich ab. An der Station Meßstetten-Appental sank die Temperatur am 24. September auf minus 1,4 Grad – der deutschlandweit niedrigste Wert. Anschließend kehrte die sommerliche Wärme zurück. In den Niederungen wurden erneut knapp über 30 Grad erreicht, gebietsweise gab es neue Rekorde für die dritte Septemberdekade.
Einer der trockensten September seit 1881
Besonders auffällig fiel die Niederschlagsbilanz aus. Nach den vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kamen im Flächenmittel lediglich rund 19 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht nur etwa 27 Prozent des Klimasolls von 70 Litern pro Quadratmeter. Damit dürfte der September 2026 in Baden-Württemberg zu den fünf trockensten seit 1881 zählen.
Gleichzeitig schien die Sonne außergewöhnlich häufig. Rund 247 Sonnenstunden wurden verzeichnet, während der Vergleichswert bei 166 Stunden liegt. Nach den letzten Auswertungen war der September damit der drittsonnigste in Baden-Württemberg seit 1951.
Bei den Angaben handelt es sich um vorläufige Werte. Für die letzten beiden Tage des Monats basieren die Daten teilweise auf Prognosen. Insbesondere die Flächenmittel für Niederschlag und Sonnenscheindauer können sich durch nachträgliche Messdaten oder Qualitätsprüfungen noch verändern.
(Quelle: Deutscher Wetterdienst)