Versuchter Telefonbetrug Falsche Polizeibeamte nehmen den Bodenseekreis ins Visier

Falsche Polizeibeamte nehmen den Bodenseekreis ins Visier
Telefonbetrüger machen keinen Urlaub: Anrufswelle schwappt über den Bodenseekreis. (Bild: picture alliance/dpa | Matthias Balk)

Nachdem am Wochenende mehrere Personen im Bodenseekreis erneut von Telefonbetrügern belästigt wurden, ermittelt die Polizei und warnt. Warum ein kleiner Zettel direkt am Telefon oder ein familieninternes Geheimwort helfen kann, lesen Sie hier.

Die Täter sind Profis und agieren geschickt. Erst kürzlich wurde ein Mann aus Dießen am Ammersee Opfer dieser Masche. Er übergab an die Betrüger Wertsachen von rund 180.000 Euro.

Die Liste mit potentiellen Einbruchszielen

Die Anrufer aus dem Bodenseekreis gaben sich als Beamte der Kriminalpolizei aus und teilten in der altbekannten Masche mit, dass es in der Nachbarschaft zu Überfällen oder Einbrüchen gekommen sei. Man habe im Rahmen der Ermittlungen eine Liste mit potentiellen Einbruchszielen aufgefunden. In diesem Zusammenhang fragten die angeblichen Polizisten nach Wertsachen sowie Bargeld und boten an, dieses sicher zu verwahren, heißt es in einer Mitteilung.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen

Die Angerufenen erkannten den Betrug zum Glück und legten rechtzeitig auf, sodass kein finanzieller Schaden entstand. Die Polizei rät in dieser Sache dazu, sich durch die geschickte Gesprächsführung der Betrüger nicht verunsichern zu lassen, sondern umgehend aufzulegen. Was helfen kann ist ein Zettel direkt neben dem Telefon, auf dem beispielsweise steht: „Verwandter in Not? Einbrecher in der Nachbarschaft? Es geht um viel Geld! Sofort auflegen!“

Beim Enkeltrick oder Schockanrufen die Betrüger austricksen

Polizeireporter Henning Pfeifer zum Thema „Schockanrufe“ gegenüber Bayern 1: Manche Familien schwören auf ein Geheimwort, das vereinbart wird. Das kann funktionieren, aber nur, wenn die angerufene Person die Ruhe bewahrt. Das geheime Wort kann so etwas sein wie: „Wie hieß unser erster Hund, der kleine, mit dem lockigen Fell?“ oder „Wo haben wir nochmal den 70. Geburtstag von Oma Roswitha gefeiert?

Weitere Infos zu dieser und weiteren Maschen der Telefonbetrüger finden Sie im Internet auf der Seite der polizeilichen Kriminalprävention unter polizei-beratung.de

(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)