15. „Christoph 45“-Tag bei der Luftrettung: Spannender Austausch unter Rettern

Christoph 45 an seinem Standort seit mehr als 40 Jahren beim Klinikum Friedrichshafen.
Christoph 45 an seinem Standort seit mehr als 40 Jahren beim Klinikum Friedrichshafen. (Bild: Dr. Benjamin Kober)

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In größter Not sind sie zur Stelle und helfen. Beim 15. „Christoph 45“-Tag tauschten sich über 200 Einsatz- und Rettungskräfte über wichtige und zukunftsweisende Themen aus, um auch weiterhin die beste medizinische Versorgung gewährleisten zu können.

Nach dreijähriger pandemiebedingter Pause war die Vorfreude auf den „Christoph 45“-Tag nicht nur beim Team der DRF-Station Friedrichshafen groß. Auch die rund 200 Mitglieder von Rettungs- und Sanitätsdiensten, von Hilfsorganisation, aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), sowie Notärzte aus Süddeutschland, Bayern, der Schweiz und aus Lichtenstein lauschten im voll besetzten Auditorium des Klinikums Friedrichshafen den Referenten.

Das Programm war breit gefächert. Reinhard Stadler, leitender Hubschrauberarzt des „Christoph 45“ führte souverän durch die einzelnen Punkte.

Von Zukunftsvision bis komplizierte OP

Zunächst gab Achim Hackstein, langjähriger Leiter der Leitstelle Haarislee (Schleswig-Holstein), in gewohnt humorvoller Art Einblicke in seine „Leitstelle der Zukunft“-Vision.

Danach zeigte Prof. Dr. Ludwig Oberkircher, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Endoprothetik Friedrichshafen-Tettnang anschaulich die Möglichkeiten der modernen Versorgung auch von komplexen Wirbelsäulen- und Beckenfrakturen auf, die am Klinikum Friedrichshafen zur Routine zählen.

Mit dem „Christoph 45“ schnell zu Notfällen unterwegs

Im Anschluss stellte Oberarzt Dr. Christian Maier vor, wie ein hochspezialisierter Experte für Kinder und Jugendmedizin des MCB Friedrichshafen mit dem „Christoph 45“ zu einer Klinik gebracht wird, um dort kritisch kranken Neugeborenen zu einem guten Start ins Leben zu verhelfen.

Tolle länderübergreifende Zusammenarbeit

Am Beispiel eines länderübergreifenden Rettungsdienstbereiches zwischen Deutschland und der Schweiz veranschaulichte Hauptmann Reto Trottman von Schutz und Rettung Zürich die Bedeutung des „Next-Best-Prinzip“: Dabei hilft – unabhängig von Organisation oder Nationalität – derjenige, der in der Nähe ist und zuerst die Hilfeleistung erbringen kann.

Lacher zum Abschluss

Der Thementag endete mit vielen Lachern, als Dr. Markus Winter, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin des Alb-Donauklinikums Blaubeuren, als Bauchredner auftrat und damit für Begeisterungsstürme sorgte. Beim anschließendem get-together im Hangar klang der Abend bei freundschaftlich fachlicher Diskussion aus.

(Pressemitteilung: Medizin Campus Bodensee)