Rote Nasen und große Herzen Ravensburger Clowns im Wohnpark am Jordanbad

Die Clowns haben im Wohnpark am Jordanbad für viel Freude gesorgt.
Die Clowns haben im Wohnpark am Jordanbad für viel Freude gesorgt. (Bild: Andrea Reck/St. Elisabeth-Stiftung)

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Lilly Lavendel und Schwupp vom Ravensburger Clowns e.V. haben im Wohnpark am Jordanbad für lächelnde Gesichter gesorgt. Ihr Glücksschwein Helga-Renate, ein frühjahrsmüder Frosch und ein kuscheliges Faultier eroberten auch die Herzen von dementiell erkrankten Menschen. Möglich gemacht hat den Besuch eine Spende von Michael Thaluß, Geschäftsführer Biberacher Augenoptikfachbetriebs „Die Brillenmacher“.

Lilly Lavendel (alias Ute Dreher) vom Ravensburger Clowns e.V. schlurft im lila Dirndl auf Glitzerschlappen in den Speisesaal im ersten Stock und erklärt, sich erst einmal bei allen vorstellen zu wollen. Im Schlepptau hat sie ihren schüchtern dreinschauenden Kollegen Schwupps im grasgrünen Hemd. Auch er hat eine rote Clownsnase auf.

Lilly Lavendel erzählt, dass sie von“ dr Alb ra“ komme, während Schwupp (alias Michael Konrad) Biberacher sei. Er holt bald Glücksschwein Helga-Renate, das laut Lilly etwas streng riecht, aus seiner großen braunen Ledertasche. Zum Säubern wird ein Staubwedel gezückt, mit dem sich auch die beiden Rotnasigen von einer Bewohnerin abstauben und kitzeln lassen. Schwupp jongliert mit drei Schmusetüchern und zieht einen aufziehbaren kleinen Vogel aus seiner Tasche.

Sehr zum Vergnügen einer Ukrainerin trippelt dieser auf den Tischen. Schwupp fallen sogar noch ein paar russische Vokabeln ein, mit der er die Frau verblüfft. Lilly hat ihr Faultier Fauli auf dem Arm, das angeblich immer schnarcht. „Ich schnarche auch“, gibt eine Bewohnerin zu und greift zaghaft nach dem Kuscheltier, um es zu streicheln. Währenddessen knüpft Schwupp mit seinem grasgrünen Frosch Kontakte. „Man sollte den Frosch küssen, vielleicht kommt ein Prinz raus“, schlägt eine Dame vor, doch eine andere meint, Prinzen seien auch nicht mehr das, was sie einmal waren …

Lilly Lavendel spielt solange mit einer Bewohnerin, die zum Mini-Tennisschläger gegriffen hat, eine Runde Tennis. Seifenblasen ersetzen die Bälle. Im Erdgeschoss tanzt die Clownin mit einer Bewohnerin Tango und verteilt an anwesende Angehörige herzige Orden. Nach einigen zur Gitarre gesungenen Liedern („Über den Wolken“) intonieren die beiden Clowns für eine Dame im Rollstuhl das Kufstein-Lied. Deren Kommentar: „Sie sollten eine CD aufnehmen oder ein Video auf youtube stellen“.

Schließlich gibt es noch eine Privatvisite bei einer Bewohnerin, die normalerweise ihr Zimmer kaum verlässt. Nach zehn Minuten kommen die Clowns zusammen mit der Verantwortlichen Betreuungsassistentin Claudia Weiß wieder heraus. „Sie hatte Tränen in den Augen, weil sie Clowns so liebt“, freut sich die Betreuerin und dankt Lilly Lavendel und Schwupp.

Der fröhliche und berührende Auftritt wurde ermöglicht durch eine Spende vom Biberacher „Die Brillenmacher“-Geschäftsführer Michael Thaluß. Die beiden Clowns mit ihren roten Nasen haben im Wohnpark für viele lächelnde Gesichter gesorgt.

(Pressemitteilung: St. Elisabeth-Stiftung)