152 Sportler aus 19 Vereinen sind bei der Sportlerehrung von Land- und Sportkreis Biberach am vergangenen Freitag in der Gigelberghalle in Biberach geehrt worden.
Rund 380 Gäste folgten der Einladung von Landrat Mario Glaser und Sportkreispräsidentin Elisabeth Strobel. Moderator Johannes Riedel führte durch das bunte, abwechslungsreiche und sportliche Programm.
„Es freut uns sehr, dass wir wieder so viele erstklassige Sportler aus dem Landkreis Biberach ehren können. Die Sportlerehrung ermöglicht es uns, den Vereinen, Trainern und den Sportlern für ihr Engagement und ihre Leistung zu danken“, so Landrat Mario Glaser. Und Sportkreispräsidentin Elisabeth Strobel ergänzte, „wir sind stolz darauf, dass wir in unserem Landkreis in sportlicher Hinsicht bestens aufgestellt sind.“
Gleich zwei Ehrengäste berichteten über die Chancen und Herausforderungen im Bereich des Breitensports. Michael Quecke, Vorsitzender des Rad- und Motorsportvereins Bad Schussenried (RMSV) und ehemaliger Europameister im Kunstradfahren, hat im vergangenen Jahr den Vorsitz seines Heimatvereins RMSV Bad Schussenried übernommen. „Mir hat der Sport so viel gegeben, dass ich den aktuellen Fahrern etwas zurückgeben will“, erklärte der 24-jährige Student.
Michael Quecke erläuterte, dass man trotz der Erfolge und Titel finanziell eher draufzahlen musste. Er habe viel Unterstützung durch den Verein erfahren. Das Kunstradfahren in Bad Schussenried finanziert sich vor allem durch Einnahmen aus der „Tour de Barock“ und sonstigen Radveranstaltungen.
Ehrengast Thilo Späth-Westerholt, seit 2020 Geschäftsführer der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH, bestätigte ebenfalls, dass Sport Sponsoren brauche. Nur so könne ein Verein eine gute Infrastruktur bereitstellen und erfolgreich sein. Zu rund 80 Prozent finanziere sich der VfB Friedrichshafen über Sponsoring. Neben den Finanzen hob Spät-Westerholt die enorm wichtige Arbeit in den Vereinen hervor.
„Ohne Trainer, Eltern und ehrenamtlich Engagierte in den Vereinen geht gar nichts und man schafft auch keine Breite.“ Nur so wird dann auch die Leistungsdichte höher. Er schilderte auch das Problem, dass die Volleyballer nach Schließung der ZF Arena in Friedrichshafen keine Heimspielstätte hatten. „Die Spiele in der Ratiopharm-Arena waren zwar toll, aber auf Dauer nicht finanzierbar“, erklärte Späth-Westerholt. Mit dem ehemaligen Flugzeug-Hangar hat der VfB Friedrichshafen wieder eine Spielstätte im heimischen Friedrichshafen gefunden, muss aber mit einer begrenzten Kapazität von 1000 Zuschauern auskommen.
Neben der Ehrung der einzelnen Sportler wurden auch zahlreiche Sonderpreise vergeben. Den Hilde-Frey-Preis erhielten 20 Schüler aus dem Landkreis. Mit dem EnBW-Sportjugendpreis werden jährlich herausragende Erfolge von Jugendmannschaften und überdurchschnittliche Jugendarbeit honoriert. EnBW-Kommunalberater Florian Katein übergab die Preise. Der 1. Platz ging an den FV Altheim (Turnen), den 2. Platz belegte der Tauch-Sport-Club Biberach und der 3. Platz ging an den SV Steinhausen/Rottum.
Der Anerkennungspreis für besonderes Engagement der Kreissparkasse Biberach zeichnet die Ehrenamtlichen im Hintergrund aus, ohne die Vereinsarbeit nicht funktionieren würde. Martin Bücher, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, würdigte dieses besondere Engagement und überreichte die Preise. Ausgezeichnet wurden Uli Kärcher vom Segelclub Laupheim, Ingrid Weiß vom FC Mittelbiberach, Viktor Rot vom TSV Riedlingen, Abteilung Schwimmen, und Matthias Schmid, TSV Warthausen, Abteilung Tischtennis.
Für gute Unterhaltung und einen kurzweiligen Abend sorgte die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik des TSV Laupheim mit ihren Auftritten.
(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)