Internationale Fachkräfte für den regionalen Arbeitsmarkt

Internationale Fachkräfte für den regionalen Arbeitsmarkt
Petra Engstler-Karrasch (v.l.) unterzeichnet mit OB Norbert Zeidler die Kooperationsvereinbarung. Anna Kleine-Beek, Leiterin des Ordnungsamts der Stadt Biberach (v. l. hinten) freut sich zusammen mit Heike Gunzenhauser, IHK. (Bild: Stadtverwaltung Biberach)

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm und die Ausländerbehörde der Stadt Biberach möchten Unternehmen bei der Einreise qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland unterstützen. Denn die behördlichen Verfahren sind nach wie vor von viel Bürokratie geprägt. Eine Kooperationsvereinbarung soll eine optimale Beratung der Unternehmen sicherstellen und dadurch Prozesse beschleunigen.

Trotz der Möglichkeit, die Prozesse durch das sogenannte „beschleunigte Fachkräfteverfahren“ voranzutreiben und damit auch das erforderliche Einreisevisum für die ausländische Fachkraft schneller zu erhalten, scheitern Betriebe häufig an komplizierten Regelungen und der Vielzahl involvierter Stellen. Der Beratungsbedarf ist groß und Ausländerbehörden stoßen an Kapazitätsgrenzen.

Die Beratung der Unternehmen zum „beschleunigten Fachkräfteverfahren“ übernimmt für die in Biberach ansässigen Betriebe nun ergänzend auch die IHK – im engen Austausch mit der Biberacher Ausländerbehörde des Ordnungsamts. Damit sollen für die Unternehmen und Fachkräfte aufenthaltsrechtliche Prozesse schnell und transparent abgewickelt sowie eine hohe Planbarkeit erreicht werden.

Die IHK baut damit den im letzten Jahr als Pilotprojekt eingerichteten „IHK-Unternehmensservice Internationale Fachkräfte“ aus. Unterzeichnet wurde die Kooperation von Petra Engstler-Karrasch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ulm, und Oberbürgermeister Norbert Zeidler.

„Biberach ist ein prosperierender Wirtschaftsstandort mit zahlreichen weltweit agierenden Unternehmen sowie einem starken Mittelstand und Einzelhandel. Allen gemein ist, dass sie laufend Fachkräfte suchen, gerne auch aus dem Ausland. Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert es ausländischen Fachkräften mit Berufsausbildung nach Deutschland kommen zu können. Dennoch sind die Verwaltungsprozesse für die Einzelnen oft nicht einfach verständlich. Hier setzen wir an und möchten als Stadtverwaltung zusammen mit der IHK den Beratungs- und Bearbeitungsprozess so effizient wie möglich gestalten, indem wir den Unternehmen den für die jeweilige Fachkraft besten Weg aufzeigen. Dies soll mit der eben gemeinsam abgeschlossenen Kooperation zwischen der IHK Ulm und unserer Ausländerbehörde erreicht werden. Damit leisten wir einen Beitrag unseren Wirtschaftsstandort zu stärken.“

Die IHK Ulm unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe bei der Rekrutierung und Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland im gesamten Zuwanderungsprozess und bietet, flankiert vom bewährten Welcome Center Ulm/Oberschwaben und der Anerkennungsberatung, eine Unterstützung aus einer Hand.

„Wir erhoffen uns weiterhin einen „großen Wurf“ in Sachen Fachkräfteeinwanderung seitens des Gesetzgebers“, stellt Petra Engstler-Karrasch klar. „Doch mit dieser Kooperation beim ‚Unternehmensservice Internationale Fachkräfte‘ können die IHK und Ausländerbehörde selbst einen bedeutenden Beitrag zur Entlastung der Unternehmen leisten, Prozesse und Verfahren transparenter machen und verhindern, dass sie mehrfach angefasst werden müssen. In Zusammenarbeit mit der Behörde kann die Arbeit des Welcome Center, das Unternehmen und Fachkräfte bereits umfassend berät, zu einem ganzheitlichen Unterstützungsangebot ausgebaut werden. Wir freuen uns, als IHK zur Stärkung unserer Wirtschaftsregion beizutragen.“

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)