Fahrradwerkstatt in der Gemeinschaftsunterkunft Dietenbronn eröffnet

Seit kurzem gibt es in der Gemeinschaftsunterkunft Dietenbronn eine Fahrradwerk-statt. Dort macht Johann Speidel vom Team der Ehrenamtlichen gebrauchte Fahrrä-der verkehrstüchtig und stellt sie den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft zur Verfügung.
Seit kurzem gibt es in der Gemeinschaftsunterkunft Dietenbronn eine Fahrradwerk-statt. Dort macht Johann Speidel vom Team der Ehrenamtlichen gebrauchte Fahrrä-der verkehrstüchtig und stellt sie den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft zur Verfügung. (Bild: Landratsamt)

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In der Gemeinschaftsunterkunft in Dietenbronn gibt es jetzt eine Fahrradwerkstatt. Dort reparieren ehrenamtliche Mitarbeiter gebrauchte Fahrräder und stellen sie geflüchteten Menschen, die in der Unterkunft wohnen, zur Verfügung.

Nach der Umwidmung des Gebäudes in eine Gemeinschaftsunterkunft hatte sich schnell gezeigt, dass unter den Bewohnerinnen und Bewohnern ein enormer Bedarf an Mobilität besteht. Schließlich ist die nächste Einkaufsmöglichkeit in Schwendi gut zwei Kilometer entfernt.

So stellte das Landratsamt Biberach dem Helferkreis Asyl Schwendi geeignete Räume in der Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung, und es fanden sich ehrenamtlich tätige Mitarbeiter, die das Projekt Fahrradwerkstatt anpackten. In kurzer Zeit konnte eine Reparaturwerkstatt eingerichtet werden, die ersten Fahrräder wurden bereits repariert.

Ein weiterer Raum bietet Platz als Ausstellungsraum für die reparierten und angelieferten Räder und für die vielen Ersatzteile aus Fahrrädern, bei denen sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. So können Reparaturen zumeist kostengünstig durchgeführt werden.

Aktuell ist die Werkstatt einmal wöchentlich für die Kundschaft geöffnet. Flüchtlinge, Asylbewerber und auch Sozialhilfeempfänger können Fahrräder zu einem günstigen Preis kaufen, Fahrradspenden können angeliefert und reparaturbedürftige Fahrräder vorbeigebracht werden. Diese werden grundsätzlich auf ihre Verkehrstauglichkeit hin geprüft und gegebenenfalls repariert. Nach Möglichkeit sollen auch interessierte Geflüchtete unter Anleitung Fahrräder reparieren können. Ziel ist es, die Werkstatt zweimal pro Woche zu öffnen.

„Nicht zuletzt werden die meisten dieser Räder vor dem vorzeitigen Ende im Schrott bewahrt. Enthaltene Rohstoffe und Energie behalten noch ihren Wert und werden wertgeschätzt“, freut sich Johann Speidel von den Ehrenamtlichen. Der Lohn der Ehrenamtlichen ist die Freude und der Dank von zufriedenen Kunden, die mit einem gebrauchten Fahrrad den Laden verlassen.

Fahrradspenden willkommen

Die Mitarbeiter der Fahrradwerkstatt freuen sich über weitere Spenden von gut erhaltenen Fahrrädern. Diese können während der Öffnungszeit freitags von 14 bis 16 Uhr abgegeben werden. Zu dieser Zeit können auch gerne am Ehrenamt interessierte Mitarbeiter vorbeischauen.

(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)