Die Stadt Biberach und der Ältestenrat ehrten Claus Niedermaier, Gründer der „Barber Angels Brotherhood“, und gratulierten ihm zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
Oberbürgermeister Norbert Zeidler lobte Niedermaiers Einsatz für Bedürftige und überreichte ihm eine Spende in Höhe von 500 Euro als Zeichen der Anerkennung und Unterstützung. „Als seine Heimatstadt möchten wir dieses außergewöhnliche Engagement besonders würdigen“, betonte Zeidler.
Hohe Auszeichnung für Engagement zugunsten Obdachloser
Claus Niedermaier, Friseurmeister aus Biberach, erhielt am 10. September in Berlin das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil. Als Gründer und Präsident der „Barber Angels Brotherhood“ hilft Niedermaier seit 2016 bedürftigen und obdachlosen Menschen und bringt sie mit einem Haarschnitt und einem offenen Ohr in Würde und Selbstwertgefühl. „Mit Kamm und Schere kann ich Menschen glücklich machen“, erklärt er seine Mission. Die Organisation, die er mit einem kleinen Kreis gründete, ist auf über 800 Mitglieder gewachsen, davon rund 480 in Deutschland.
Stolz und Inspiration für die Zukunft
„Ich habe das Bundesverdienstkreuz mit Stolz nach Biberach getragen,“ sagt Niedermaier, der in der Auszeichnung Motivation für noch intensiveres Engagement sieht. Er plant, die „Barber Angels Brotherhood“ auch in den USA, Südafrika und Polen zu etablieren, und hofft, dass der Gedanke weitergetragen wird: „Wenn die Idee bekannt ist, erzählt einer es dem anderen.“ Innerhalb der Organisation werden die Mitglieder auch als „Apostel“ bezeichnet – Boten einer wertvollen Idee.
Die berührenden Begegnungen mit Bedürftigen
Bei seinen Einsätzen, die ihn fast jedes Wochenende in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land führen, bewegen Niedermaier vor allem die Begegnungen mit älteren Menschen. „Die Bedürftigkeit ist groß, und die Altersarmut nimmt zu,“ berichtet er. Gerade für Senioren bedeutet die kleine Auszeit beim Haareschneiden oft mehr als nur eine Pflegeleistung – sie schenkt ihnen das Gefühl von Würde und Wertschätzung.
Städtische Spende für notwendige Utensilien
Mit der Spende der Stadt Biberach können „mindestens 250 Waschhauben gekauft werden,“ erläutert Niedermaier. Solche und andere dringend benötigte Utensilien finanzieren die „Barber Angels Brotherhood“ durch Mitgliedsbeiträge, aber vor allem durch Spenden und Sponsoren.
(Quelle: Stadt Biberach)