Klimafreundliche Verkehrsplanung Biberach beschließt fünf Schlüsselprojekte für weniger CO2 im Verkehr

Biberach beschließt fünf Schlüsselprojekte für weniger CO2 im Verkehr
Der Biberacher ZOB und das Bahnhofsumfeld sollen umgestaltet werden. Unter anderem ist ein neuer ZOB Nord für den Regionalbusverkehr geplant. (Bild: Stadt Biberach)
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Die Stadt Biberach treibt ihren Klimamobilitätsplan voran. Fünf zentrale Verkehrsprojekte sollen bis 2035 den CO2-Ausstoß deutlich senken und höhere Fördergelder sichern.

Mit dem Klimamobilitätsplan (KMP) entwickelt die Stadt Biberach ein Maßnahmenpaket für eine nachhaltigere Mobilität. Der Bauausschuss hat nun fünf zentrale Projekte beschlossen, die als Grundlage für die weitere Abstimmung mit dem Verkehrsministerium dienen.

Fünf Schlüsselprojekte für den Klimamobilitätsplan

Ziel des Klimamobilitätsplans ist es, den CO2-Ausstoß im Verkehrssektor bis zum Jahr 2035 im Vergleich zu 2010 um mindestens 77,5 Prozent zu reduzieren.

Den größten Beitrag dazu sollen fünf zentrale Maßnahmen leisten: die Neuordnung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) und des Bahnhofsumfelds, der B30-Aufstieg mit den damit verbundenen verkehrslenkenden Maßnahmen in der Innenstadt, der Neubau der Gemeindeverbindungsstraße Blosenberg mit dem Umbau des Verkehrsknotens Ulmer Straße/Memminger Straße, eine neue Hauptradwegeverbindung „Ost-West“ sowie ein möglicher neuer Bahnhalt Nord im Gewerbegebiet Aspach.

Mit vier dieser Projekte hat sich der Gemeinderat bereits befasst und entsprechende Beschlüsse gefasst. Eine Entscheidung zum geplanten Bahnhalt im Norden der Stadt steht noch aus.

Bahnhalt Nord trotz Investitionsstopp weiter im Fokus

Den neuen Bahnhalt möchte die Stadt gemeinsam mit Boehringer Ingelheim entwickeln und möglichst zeitnah umsetzen. Der vom Unternehmen angekündigte Investitionsstopp betreffe allerdings auch dieses Vorhaben, erklärte Stadtplanungsamtsleiter Roman Adler im Bauausschuss.

Aus Sicht der Stadt bleibt der Haltepunkt dennoch sinnvoll, da dadurch mehr als 10.000 Arbeitsplätze erschlossen würden. Daran ändere auch der Wegfall der Mitfinanzierung durch Boehringer Ingelheim nichts.

Höhere Fördergelder durch den Klimamobilitätsplan

Neben den klimapolitischen Zielen hat der Klimamobilitätsplan auch finanzielle Vorteile. Das Land fördert die Erstellung des Plans bereits mit 50 Prozent. Für daraus abgeleitete Maßnahmen kann die Förderquote von 50 auf 75 Prozent steigen.

Allein für die Neuordnung des ZOB sowie die verkehrslenkenden Maßnahmen im Zusammenhang mit dem B30-Aufstieg und dem Neubau der Gemeindeverbindungsstraße Blosenberg würde dies einen zusätzlichen Zuschuss von mehr als zehn Millionen Euro bedeuten. Voraussetzung ist, dass die mit dem Land vereinbarten zentralen Maßnahmen bis 2035 umgesetzt werden.

Weitere Beteiligung nach den Sommerferien

Die fünf Schlüsselmaßnahmen werden durch 35 weitere Projekte ergänzt. Zusammen sollen sie dazu beitragen, das vom Land vorgegebene Einsparziel von 77,5 Prozent zu erreichen. Nach Einschätzung der Verwaltung könnte dieses Ziel trotz der besonderen Herausforderung von täglich mehr als 20.000 Einpendlern nach Biberach voraussichtlich gerade erreicht werden.

Der Bauausschuss stimmte den fünf vorgeschlagenen Maßnahmen mit einer Mehrheit von 9:5 Stimmen zu. Nach der Abstimmung mit dem Verkehrsministerium soll der Entwurf des Klimamobilitätsplans bis Ende des Jahres dem Gemeinderat vorgestellt werden. Nach den Sommerferien ist zudem eine weitere Bürgerbeteiligung zu den geplanten Maßnahmen vorgesehen.

(Quelle: Stadt Biberach)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.