In feierlicher Atmosphäre wurden am 24. November 2025 im Bibliotheksaal des Klosters Bad Schussenried neun Landwirtinnen und 25 Landwirten ihre Meisterbriefe verliehen. Regierungspräsident Klaus Tappeser gratulierte den Absolventinnen und Absolventen persönlich und würdigte sie als zukünftige Leistungsträger der Landwirtschaft im Regierungsbezirk Tübingen.
Die 34 frischgebackenen Meisterinnen und Meister waren gemeinsam mit Partnern, Familien und Freunden zur Feier des Regierungspräsidiums Tübingen eingeladen. Begrüßt wurden sie von Abteilungspräsidentin Anita Schmitt sowie von Bürgermeister Achim Deinet. Grußworte sprachen zudem Landwirtschaftsdirektor Norbert Böhringer vom Landratsamt Biberach und Gebhard Aierstock vom Landesbauernverband Baden-Württemberg. Nach der Festrede von Regierungspräsident Tappeser folgte die offizielle Übergabe der Meisterbriefe. Anschließend wurden die Jahrgangsbesten sowie ausscheidende Prüferinnen und Prüfer geehrt. Durch den anschließenden „Meistertalk“ führte Bernhard Bitterwolf.
Tappeser zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Meistergeneration: Der Meistertitel habe nach wie vor einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. In seiner Rede ging er auf die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft ein – von gesellschaftlichen Erwartungen über ökonomische Rahmenbedingungen bis hin zu Klimawandel und Energiewende. Er rief die neuen Meisterinnen und Meister dazu auf, ihre Betriebe vorausschauend weiterzuentwickeln und durch aktive Öffentlichkeitsarbeit mehr Sichtbarkeit für die Bedeutung ihrer Arbeit zu schaffen.
Zugleich dankte Tappeser allen, die die hochwertige Aus- und Fortbildung möglich machen – insbesondere den Lehrkräften der Fachschulen Biberach und Ravensburg sowie den vielen ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern.
Hintergrund: Meisterprüfung in der Landwirtschaft
Die Meisterprüfung wird in Baden-Württemberg vom Regierungspräsidium Tübingen organisiert, da es für landwirtschaftliche Berufe keine Kammer gibt. Voraussetzung für die Zulassung sind ein einschlägiger Berufsabschluss und entsprechende Berufspraxis; üblicherweise erfolgt die Vorbereitung über den Besuch einer landwirtschaftlichen Fachschule.
In sieben Prüfungsteilen werden nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Kompetenzen abgefragt, die für angehende Führungskräfte oder Betriebsleiter essenziell sind – darunter Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Qualitäts- und Kostenmanagement, Berufsbildung sowie Mitarbeiterführung.
Die Landwirtschaft übernimmt eine zentrale Rolle in der Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln und artgerechter Tierhaltung. Zudem trägt sie maßgeblich zu Ressourcen- und Klimaschutz, Energieerzeugung und dem Erhalt der Kulturlandschaft bei – und bildet damit eine tragende Säule für Naturschutz wie auch für den Tourismus.
(Quelle: Regierungspräsidium Tübingen)