Oberschwabenklinik Ravensburg muss Krankenbesucher wieder einschränken

Oberschwabenklinik Ravensburg muss Krankenbesucher wieder einschränken
Die Oberschwabenklinik schränkt Krankenhausbesuche ein. (Bild: Oberschwabenklinik gGmbH)
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Redaktion

Reaktion auf immer mehr Corona-Patienten

Ravensburg – Die Oberschwabenklinik reagiert auf die deutlich gestiegene Zahl der Corona-Patienten mit einer erneuten Einschränkung der Möglichkeiten für Krankenbesuche. Ab Samstag ist in allen Einrichtungen der OSK pro Patient nur noch eine Besuchsperson für maximal eine Stunde in der Zeit von 14 bis 17 Uhr erlaubt.

Im Heilig-Geist-Spital sind abweichend von den üblichen Besuchszeiten am Freitag Krankenbesuche von 13 bis 16 Uhr gestattet. Für alle Besucher gilt unverändert die Pflicht zur persönlichen Erfassung sowie die „3G-Regel“, sofern die aktuelle Landesverordnung nichts anderes bestimmt. Getestete Besucher sollten den Nachweis über den negativen Test bereits in die Klinik mitbringen.

Um Härten abzufedern, gibt es wieder einige Ausnahmeregelungen. Die Klinik für Kinder und Jugendliche ist von den Einschränkungen ausgenommen. Ausnahmen, die aber im Einzelfall genehmigt werden müssen, gelten für werdende Väter, für Krankenbesuche bei sterbenden Patienten sowie für Notfallpatienten. Begleitpersonen bei einer Notfallbehandlung sind erlaubt, wenn ihre Anwesenheit zwingend erforderlich ist. Dies kann zum Beispiel bei Erziehungsberechtigten von Kindern und Jugendlichen, für Übersetzungen, bei einer gesetzlichen Betreuung oder zur Sicherstellung einer gesetzeskonformen Aufklärung und Behandlung der Fall sein. Die Entscheidung über Ausnahmeregelungen bei Notfällen trifft der behandelnde Arzt. Alle anderen Ausnahmeregelungen müssen über die Empfänge mit den medizinisch Verantwortlichen abgestimmt werden.

„Solche Maßnahmen trifft niemand gerne. Wir bedauern außerordentlich, wieder zu solchen Beschränkungen zurückkehren zu müssen“, sagt Prof. Dr. Oliver Adolph, Geschäftsführer für Medizin, Pflege und Unternehmensentwicklung der OSK. „Seit Wochen steigt aber die Zahl der Covid-Patienten in der OSK kontinuierlich an. Wir müssen zum Schutze sowohl der Kranken als auch unserer Beschäftigten die Zugänge in unsere Häuser wieder beschränken.“

Am Donnerstag versorgte die Oberschwabenklinik insgesamt 27 Patienten mit einer nachgewiesenen Covid 19-Infektion. Sieben von ihnen lagen auf den Intensivstationen. Hinzu kam ein Verdachtsfall.

Die OSK konzentriert ihre Corona-Versorgung unverändert auf das Westallgäu-Klinikum in Wangen. Dort lagen am Donnerstag 22 Patienten, davon sechs auf der Intensivstation. Aber auch am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg wächst die Zahl der Corona-Patienten. Am Donnerstag waren es vier auf Normalstation und einer im Intensivbereich.

Im längerfristigen Vergleich liegt die Zahl der Covid 19-Fälle in der OSK nur noch knapp unter dem Scheitelpunkt der ersten Welle im Frühjahr 2020. Die Entwicklung ähnelt derzeit dem Verlauf im Herbst vor einem Jahr.

(Pressemitteilung: Oberschwabenklinik gGmbH)