Ein schockierender Gewaltvorfall im Bahnhof Memmingen: Am Donnerstag wurde eine Zugbegleiterin während ihrer Arbeit von einem Schwarzfahrer brutal angegriffen. Der Mann schlug der 51-jährigen Frau das dienstliche Smartphone aus der Hand und flüchtete anschließend aus dem Zug. Die Polizei wurde sofort verständigt, doch der Angreifer blieb zunächst verschwunden.
Brutaler Tritt von der Treppe: Frau schwer verletzt
Nur eine Stunde später traf die Zugbegleiterin den mutmaßlichen Täter erneut im Bahnhof. Am Treppenaufgang zu den Bahnsteigen eskalierte die Situation: Der Mann trat der kleinen, zierlichen Frau von oben mit einem beschuhten Fuß ins Gesicht. Der Tritt war so heftig, dass die 51-Jährige rückwärts die Treppe hinunterstürzte und schwer verletzt wurde. Sie musste mit einem Rettungswagen ins Klinikum Memmingen gebracht werden, während der Täter erneut entkam.
Festnahme im Zug: Täter durch Zollbeamte identifiziert
Die Fahndung nach dem Gewalttäter war erfolgreich: Eine Stunde nach dem Angriff informierte das Zugpersonal eines Eurocity-Zuges (Memmingen-Lindau) mitfahrende Zollbeamte über einen Fahrgast ohne Fahrschein und Ausweis. Aufgrund der präzisen Täterbeschreibung konnten die Beamten den Mann als den gesuchten Angreifer identifizieren und festnehmen. Der 31-jährige Slowake wurde an die Bundespolizei in Lindau übergeben.
Täter sitzt in Untersuchungshaft: Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung
Am Freitagmittag wurde der Täter dem Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Der polizeibekannte Mann, der bereits wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten in Haft war, erhielt einen Untersuchungshaftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und Erschleichens von Leistungen. Er wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt Memmingen überstellt.
Konsequentes Vorgehen der Behörden
Dank der schnellen Zusammenarbeit zwischen Zugpersonal, Zoll und Bundespolizei konnte der Gewalttäter zügig gefasst und der Justiz übergeben werden. Die Bundespolizei betont, dass Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln konsequent verfolgt wird, um die Sicherheit der Mitarbeitenden und Reisenden zu gewährleisten. Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an.
(Quelle: Bundespolizeiinspektion Kempten)