Gleich sieben tote Rinder und mehrere unzureichend versorgte und teilweise erkrankte Tiere wurden am Mittwochvormittag auf einem Hof im Oberallgäu entdeckt.
Wie das Landratsamt Oberallgäu auf Nachfrage von Blaulichtreport Südschwaben/Allgäu mitteilte, war der Hof bereits in der Vergangenheit aufgefallen, insbesondere bei der Haltung von Hunden und anderen Tieren, die sich auf dem Hof befanden. „Im Bereich der Rinderhaltung waren bislang jedoch keine Missstände festgestellt worden. Die Zustände haben sich erst jüngst entwickelt“, so das Landratsamt Oberallgäu.
Die Hinweise kamen diesmal aus der Bevölkerung, das Veterinäramt reagierte umgehend und ordnete eine Kontrolle des Betriebs an. Zusammen mit der Polizei wurde der landwirtschaftliche Betrieb am Mittwochvormittag kontrolliert, wobei massive Mängel und mehrere verendete Tiere aufgefunden wurden. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Rinder unzureichend versorgt und teilweise erkrankt waren. Bei der Kontrolle wurden ebenfalls sieben tote Rinder entdeckt. Aktuell befinden sich insgesamt 30 Rinder sowie mehrere Heim- und Hobbytiere auf dem Hof im Oberallgäu.
Aufgrund der Tatsache, dass tote und verwahrloste Tiere aufgefunden wurden, wirkte das Landratsamt Oberallgäu auf eine Bestandsräumung des Hofes hin. „Das Landratsamt prüft derzeit weitere verwaltungsrechtliche Schritte. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte erteilt werden“, so das Landratsamt. Auf Nachfrage wollte sich der Landwirt zur Sache nicht öffentlich äußern.
Wohl nur durch das schnelle Eingreifen des Landratsamtes Oberallgäu und die Meldungen aus der Bevölkerung konnten die restlichen Tiere gerettet werden. Was den Halter der 30 Rinder jetzt erwartet, ist noch unklar; die Ermittlungen laufen. Klar ist jedoch, dass der landwirtschaftliche Betrieb schon in der Vergangenheit auffällig war.
Immer wieder kommt es zu Beanstandungen auf Höfen im Allgäu, die jedoch meist schnell in Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Veterinäramt beseitigt werden können. Was jedoch dazu führte, dass gleich sieben Tiere leblos und weitere verwahrlost und krank aufgefunden wurden, ist noch unklar.
(Quelle: Blaulichtreport Südschwaben/Allgäu)